Als Sommercamp bezeichnet die Galerie Haas&Fischer jene Gelegenheit, bei der 10 Studierende der ZHdK an 10 Tagen ihre Arbeiten präsentieren. Für einen Tag. Jeweils – genauer vom 8. bis 12. und vom 15. bis 19. Juli. Eröffnet hat gestern Navid Sadrossadat, ein Meisterkommilitione mit Arbeiten, die sich auf seinen Besuch im Irak bezogen – ist aber eh schon vorbei. Ich werde sicherlich nicht jeden Abend in der Galerie verbringen. Soviel zu der Sache mit der Gelegenheit. Ob es eine gute ist, bezweifle ich. Klingt so zwischen Fill-the-Sommerpause und Mach-mir-ein-tolles-Saure-Gurkenzeit-Marketing. Oder schöner gesagt: den Fluss des Erzählens nicht versiegen lassen und immer schön im kommunikativen Umlauf bleiben, selbst wenn das Kreativwirtschaftsunternehmen in den Ferien ist. Tolle Sache das!

Bleibt die Frage, was hat sich die Galerie nur bei diesem Flyer gedacht. Da fällt mir rein gar nichs zu ein. Ausser: unfassbar blöd.

Flyer Sommercamp Haas&Fischer 2009

Haas&Fischer, Sihlhallenstrasse 19, Zürich, von 18-23h

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Manchmal machen Postboten besonders glücklich. Dabei sah das heute gar nicht so aus. Das erste Couvert war die Mahnung für die anstehenede Steuererklärung. Bäh! Aber Brief Nummer zwei – der war es dann. Die Nachricht der Zürcher Hochschule der Künste, dass meiner Masterbewerbung die Aufnahme folgt. Ab September gibt es dann Kunstausbildung Teil 2. – Ich bin sehr glücklich.

Offizieller Titel der Ausbildung: Master of Arts in Fine Arts – klingt irgendwie etwas umständlich. Sei’s drum. Das fühlt sich an wie eine grosse Belohnung. Nicht wegen der eingereichten Arbeiten, vielmehr wegen der Ausbildung vorher. Da musste man ja doch den einen oder anderen Widerspruch seitens Lehrpersonal aushalten und “konstruktiv” umsetzen. Jetzt – so kommt es mir vor – jetzt kann ich so richtig ran an den Speck. Aufs eigene Gaspedal treten sozusagen. – Und eben darauf freue ich mehr recht ungezügelt. Zur Feier des Tages machen mirThe Kills den nicht 100%-passenden Kommentar.

The Kills – Cheap and Cheerful (Midnight Boom, 2008) // artist // label :: Domino // via betterPropaganda

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