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Victor J Blue und Reiseerinnungen

Mein eigener Aufenthalt vor vier Jahren in Mittelamerika hat mein Bild von diesem Teil der Erde deutlich geprägt. Vorher setzte sich dieses Bild allein aus Medien vermittelten Eindrücke zusammen, die über das Mass an ungeährem Vorstellen ja nicht hinausgehen. Es war meine erste Reise in eine Region, in der Armut normal – und die dazugehörige Gewalt unerträglich gegenwärtig ist – auch wenn sie vor den eigenen Augen natürlich nicht stattfindet. Und ich war geschockt von dem Leben, dass Indigenas in Guatemala führen müssen, verstört von den noch immer im Wachstum befindlichen Bananen-Monokulturen in Honduras und angewidert von den täglich zelebrierten Gewaltdarstellungen in den Tageszeitungen (Nicaragua ausgenommen).
Die Fotografien von Victor J Blue wecken all diese Eindrücke wieder und erinnern an jene seltsame Zerrissenheit, wenn man sich als Touristin in solchen Regionen aufhält. – Dieses Wissen- und Hinsehenwollen – das man ohne Schuldgefühle nicht haben kann. Oder man setzt diesen ethnologischen Blick auf – der Empathie als störendes Element in der Wahrnehmung zurückzuweisen versucht. Geht alles nicht und ich musste mir eingestehen – dass genau dieses Irritiertsein zu dieser Art von Reiseerfahrung gehört.

Crosses mark the graves of uknown immigrants that died in the desert, CA.
Old indigenous woman at the US border fence, Mexicali.

Victor J Blue // via verve photo

tags: America, fotografie, Guatemala, lateinamerika, Mexiko, schwarzweiss

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Emmy Andriesse

Für den abendlichen Fotokurs – so ein Blog kann ja auch einfach mal ein Container sein.

Emmy Andriesse – Walcheren, ca. 1951, collection Prentenkabinet of the University of Leiden

Walcheren, ca. 1951, collection Prentenkabinet of the University of Leiden

tags: fotografie, Niederlande, schwarzweiss

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Wiederauflage von Robert Franks Sicht auf Amerika

bzw. Neuauflage von Robert Franks “The Americans”. Und weil mir das tatsächlich noch in meinem Regal fehlt, gehöre ich zu den Freuern.

Und dann war ich mir eigentlich so sicher, dass es hier schon vor Monaten ein Posting zu Robert Frank gegeben hätte. Aber der Blog sagt Nein. Tja so kann man sich täuschen. Auf jeden Fall werde ich zusehen, diesemal rechtzeitig ein Exemplar zu ergattern, bevor auch diese Serie wieder ausverkauft und dann vergriffen ist. (Das Vorwort von Jack Kerouac werde ich mit Interesse aufnehmen – auch wenn ich gestehen muss, dass seine Literatur mich nicht umgehauen hat – aber das wird ein Problem der Zeitverschiebung sein.)

Robert Frank U.S. 285, New Mexico 1956
Robert Frank U.S. 285, New Mexico 1956
gelatin silver print, 13-1/2 x 9-3/4 inches
Courtesy the Metropolitan Museum of Art

Der gebürtige Schweizer (der allerdings einen grossen Teil seines Lebens in America bestreitet) gehört zu den meistzitierten Fotografen des letzten Jahrhunderts. Und eben diese Serie in Bild gebannter amerikanischer Kultur dürfte zu den eher influssreichen Fotoarbeiten gehören. Als Anhängerin des puristischen Schwarz-Weiss und vor allem als Verfechterin einer (nicht näher definierbaren aber vorhandenen) Distanz zwischen den Objekten um dem Fotografen gehört Robert Frank logischerweise zu meinen Favoriten. (Ähnlich der Farbfotografien von Stephen Shore.)

ausführlich schreibt darüber Steidl, der diese guten News zu verantworten hat. Gefunden via Sonic Blog.

Eine kleinen Einblick gibt es auf dem Yale-Server: Route 66, Cruising the American Dream.

tags: America, fotografie, schwarzweiss, schweiz

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Berenice Abbott mit altmodischer Discomusik

Schwarz-Weiss-Fotografie – noch immer eine heimliche Liebe von mir. Und ich überlege mir regelmässig, ob es sich lohnen würde, das Equipment für die DIY-Entwicklung anzuschaffen. Dazu würde dann ein umfangreicher Kurs in Sachen Chemie gehören. Und ich schrecke jeweils davor zurück. Bleibt festzustellen, dass das Fotografieren ohne Farben einfach überwältigende Ergebnisse liefern kann. Selbst wenn man nicht so begnadet ist wie Berenice Abott (1898-1991), amerikanische Fotografin mit Vorliebe für die unamerikanischste Stadt Amerikas.

black and white photography remains a secret passion of mine. sometimes i still get attracted by the thought to get the DIY equipment but i always worry about all the chemistry which belongs to it. however, the uncoloured pictures can have amazing effects even for the ones which are not so gifted like Berenice Abott (1898-1991). she was an american photographer with a faible for the unamerican citys of the states.

Foto
Berenice Abbott – Pike and Henry Street. Mar. 6 (1936) // more photos via The New York Public Library.

berenice-abott.jpg

Musik
Al Green – Love and Hapiness (I’m Still In Love With You, 1972) // artist’s home.
Greg Kihn Band – Jeopardy (Instrumental) (Kihnspiracy, 1983) // Greg Kihn’s website.
Harpo – Horoscope (Moviestar, 1976) // check this fan site (in german).
Santa Esmaralda – Don’t let me be misunderstood (1977) // take a look at de.wikipedia about the band and about the song.

tags: klassiker, new york, schwarzweiss

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David Goldblatt und Hotlinks bleiben unfreundlich…

Da beisst die Maus keinen Faden ab. Die Verlinkungsangewohnheiten einiger Leser/innen hier, sind sehr eigennützig und zwingen zu Massnahmen, die ich eigentlich vermeiden wollte. Deshalb: künftig werden alle Titel nur noch einige Tage online sein. Das kann ja kein Mensch bezahlen, den Traffic, der durch Hotlinks generiert wird. Auch das Bilder”klauen” ist keine höfliche Sache und sollte ich derartiger Verwendung auf die Schliche kommen, wird fürderhin mal was ganz was unerkleckliches als Bildersatz untergejubelt.

Unabhängig von diesen unerfreulichen Umständen verweise ich heute auf einen südafrikanischen Künstler, der gerade in Winterthur ausgestellt wird. Vom 3. März bis 20. Mai sind seine Fotos als Naherlebnis einsehbar.

the link habits of some visitors are very selfish and make me do things i wanted to avoid. but thats why all the titles will be only for a couple days online from now on. hotlinks do not pay out. also to steal pictures is not a nice thing to do and i wont tolerate it.

independend of this unpleasant circumstances i want to introduce a south african artist who has an exhibition in winterthur from the 3th march until the 20th may.

Foto
David Goldblatt – Unterkunft für Afrikaner (aus der Serie „South Africa: The Structure of Things Then“, 1998) // Fotomuseum Winterthur

Goldblatt_Structure.jpg

Musik
Allez Allez – African queen (Quiet villag project dub) (2006) // buy it here.

tags: schwarzweiss

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Martin Chambin mit Yma Sumac – klassisch

Heute wieder einmal Schwarzweiss. Immer wieder bin ich fasziniert davon, welche Wirkung Licht gerade auf Schwarzweiss-Fotografien hinterlässt. Mit Martin Chambi (1891 – 1973) demonstriert das einer der wenigen indegenen Künstler, die über ihre Heimat hinaus bekannt wurden.

for today some stuff in black and white. i am always fascinated by the light on black and white images. Martin Chambi (1891-1973) demonstrates his skill in this art and became famous with it not only in his own country.

Foto
Martín Chambi Jiménez – Amanecer en la Plaza de Armas Cusco (1925) // see more photos at artist’s archive.

Martin-Chambi_callemantas.jpg

Musik
Fast in Vergessenheit geraten ist wohl diese Ausnahmekünstlerin Yma Sumac (homepage). Vereinnahmt vom amerikansichen Pop der 50er und 60er. Aber der Stimmenumfang – genial. Ich durfte sie vor einigen Jahren bei einem Konzert in Berlin live erleben. Und war erstautn, was für eine Energie die damals 70jährige auf die Bühne brachte. Leider konnten die ihr zur Seite gestellten Berliner Musiker ihrem Temperament nicht annähernd gerecht werden und zuckelten der Diva mit den Instrumenten immer ein paar Takte hinterher. Eine etwas ausführlichere, deutschsprachige Biografie bei caiman.de oder die offizielle .com-Seite.

almost forgotten got the exceptional artist Yma Sumac among the us pop of the fiftis and sixtis. she has a genuine voice though. i saw her performe in berlin a couple years ago. the energy she put on stage with 70 was amazing and the musicians could not really follow her. read more about her at caiman.de or on the official .com site.

Chicken Talk (Mambo, 1955)
Gopher (Mambo, 1955)
Taki Rari (Mambo, 1955)
Ataypura (High Andes) – (Voice of the Xtabay, 1950)

tags: klassiker, schwarzweiss

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