Schön, wenn einem manchmal die Wörter und ihr Gemeintes auf neue Weise anspringt. Das ist dann lustig, erfrischend, interssant – fast immer erhellend. So in meinem letzten Fall, dem Kulturbeutel. Was ist das für ein Wort für das, was es fasst? Wahrscheinlich kann man sich ein ganzes neues Haus über diese Bedeutungen zusammenbauen. Ich belasse es mal bei einer Skizze. So ein durchschnittlicher, deutscher Kulturbeutel (denn in der Schweiz zum Beispiel heisst das Teil nicht so) – der enthält mindestens:

  • Dinge für die tägliche Mund- und Zahnhygiene und regelmässigen Reinigung der Ohren,
  • frischefördernde Pflegemittel für die Haut,
  • Werkzeuge für eine erkennbare Strukturierung des Haupthaares,
  • Hilfsmittel zur Beseitigung nicht mehr benötigter Körperbehaarung,
  • Instrumente für die Beschneidung der Nagelplatten auf zivilisatorisches Niveau,
  • Utensilien für eine effektive Gesichtsbemalung,
  • Lösungsmittel für die Neutralisierung der körpereigenen Duftstoffe und
  • Ersatzmittel für die körpereigenen Duftstoffe

Was Kulturförderndes vergessen? Jedenfalls wird mir das Teilchen als vielversprechendes neues Objekt künstlerischen Ausdrucks zur Vorlage dienen.

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Broodthaers, Les animaux de la ferme

Der Autor und Poet Broodthaers (1924-1976) kam über Marcel Duchamp zur Groupe Surréaliste révolutionaire, einer surrealistischen Künstlergruppe. Sein Werk durchzieht roterfadenähnlich die Auseinandersetzung mit Wort und Bild und eine schlaue Kritik am Kunst- und Museumsbetrieb im Allgemeinen wie Besonderen.

Ein eigenes Museum, gegründet in seiner Wohnung in Brüssel, war die Antwort auf seine Schlüsse. Seinem Museum für Moderne Kunst, Departement des Aigles widmete er

in Form von verschiedenen Museumssektionen eine Reihe großer Installationen, die zum schönsten und intelligentesten gehören, was in dieser damals noch neuen Gattung bis heute gemacht wurde. (Wikipedia.de)

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