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Musik aus der Retorte

skullintro2.gif… aber in besser als andere. Hatte ich doch gedacht, der Zwitter aus 80er und Ed Banger sei allmählich vorbei. Viel neues jedenfalls kommt nicht mehr aus den Spuren. Aber zwischendurch gibt es noch den einen oder anderen Badeanstaltenhit. – So einer kommt zum Beispiel von The Black Ghosts. Eine muntere Spur synthetisches Piaono, durch den Effektwandler hin genudelt und wieder zurück plus die notwendige Portion Takt. Dann stimmt das Teil.
Die Verwandschaft mit Simian Mobile Disco ist nicht zu überhören, auch wenn ich dieses Stück hier weitaus weniger nervig finde. Gibts umsonst bei betterPropaganda.

The Black Ghosts – Any Way You Choose To Give It (Black Ghosts, Juli 2008) // website // label :: IAmSound //

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Es waren einmal The Chap

The Chap - The Horse Cover (2003)Vor einigen Jahren – 2003 um genau zu sein – hatte mich eine CD auf dem richtigen Fuss erwischt: (Hats off to) Dror Frangi von The Chap. Habe ich kürzlich wieder hervorgekramt das kleine Teil. Wunderbar produzierter Pop, wie er maximal intellektuell sein kann. Nach einem ersten Gang durch Amazon und Verwandte musste ich feststellen – es ist leider nicht mehr so überzeugend, was die akademisch angehauchte Band aktuell produziert. Bin ich froh, hatte ich seinerzeit mal auf gut Glück bei eBay zugegriffen. (weitere, ältere Songs stellt die Band auf ihrer Homepage zur Verfügung)
The Chap – I Got Flattened By A Pig Farmer (The Horse, 2003) // website // myspace // label :: Lo Recordings

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Erinnerungsstück anno 2005 – Tom Vek

Tom Vek durch die Kamera von Luke SheperdHeute morgen habe ich eine Platte mit Pressdatum 2005 aus dem Regel gezogen. Tom Vek – seinerzeit leider in die hyperventilierenden Berichte über diverse Franz-Ferdinand-Nachfolger gerutscht. Die IndieDisco steuerte gerade einem neuen Höhepunkt entgegen. Franz Ferdinand veröffentlichten ihr nicht mehr so famoses Zweites. Der Pop-Nachwuchs konnte in die Bresche springen. (Bis dahin vedrehten uns überraschenderweise Kanadier allerorten den Kopf – aber das musikalisch gesehen eine andere Geschichte.)

2005 war das Jahr der Debuts von Maximo Park, Bloc Party, Futureheads, She Wants Revenge, den grossartigen We Are Scientists – und den direkt auf die Tanzflächen schielenden Editors, The Departure und Hard-Fi. In New York hielten mit Louden up Now die unaussprechlichen !!! und das famose LCD Soundsystem die Fahnen für die amerikanische Variante hoch. Da konnte schon mal was untergehen. Zum Beispiel Sons and Daughters aus Schottland, Chikinki aus Bristol oder Tom Vek aus London. Und damit das nicht vergessen geht, was für grossartige von diesen Leuten neben den Hypes geschrieben wurde, habe ich heute etwas drangehängt. We have Sound wurde seinerzeit durchaus wahrgenommen, äusserst wohlwollend besprochen (spex #289). Aber richtig geflogen ist die Scheibe nicht. Leider. Als Kostprobe habe Tom Vek hier angehängt, für jene, denen er tatsächlich unter die Aufgeregten andern Orts gerutscht ist.
Tom Vek – I Ain’t Saying My Goodbyes (We Have Sound, 2005) // website // label :: startime Records // via betterPropaganda

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Von Nerds und erinnerten Liedern

Da fand ich heute eine nette Überraschung fürs Auge. Die von Paul The Wine Guy werfen die Ions unserer 1-0-Maschinen ins richtige Leben (na ja – fast!). Unter IT everywhere hat Paul the Win Guy seine Ideen für Wandmalereien zusammengetragen. Ich hätte gern so eines in meiner Strasse. Dann gäbe es immer was zum Schmunzeln, wenn ich das Haus verlasse oder nach verrichtetem Tagwerk nach Hause schlurfe. Schön wär das. Zum Beispiel eines von diesen dreien hier:

IT graffiti von Paul the Win Guy
IT graffiti von Paul the Win Guy
IT graffiti von Paul the Win Guy
<via rebel:art>

Schöne Idee. Schön ist auch dieses Liedgut, dass ich dem Beitrag heute folgen lasse. Einmal aus einem Top 5 Alben 2007. Seit Begriffe wie Rumpelfussball in dieser sportergebenen Medienwelt eingesetzt werden, müsste man schon lange Rumpel-Leadsänger zum Lieblingsbarden sagen dürfen.
Anschliessend bin ich doch glatt über eine Kombo von anno 2004 gestossen, die mir fast entfallen wäre: Macha. Und weil 2004 musikalisch so schön war, lege ich noch Electrelane nach. Ihr Zweitling hatte mich richtig überrascht. Danach wurde es wieder progriger, was durchaus seine Berechtigung hat. Allein es fehlte Bell diese entspannte Unbedarftheit – die Leichtigkeit war irgendwie wech.

Von Sudenfed – Slow Down Ronnie (Tromatic Reflexxions, 2007) // myspace // label ::Domino Records // es sei an das grossartige Video von Feldermaus erinnert (youtube)
Macha – Smash And Grab (Forget Tomorrow, 2004) // via betterpropadanda
Electrelane – On Parade (The Power Out, 2004) // homebase – hier erlauben es die Künstlerinnen, alle Alben anzuhören. (Dringende Empfehlung an alle, an denen die Band bisher irgendwie vorbeigehuscht ist. // via betterPropaganda

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Wrongkong – Kanada-Nürnberg-Connection

Im Gefolge von Newcomern wie Crystal Castles ist es derzeit nicht schwer, mit der Kombination von clubfähiger und indiemässigen Verwurzelungen in Kanada Aufmerksamkeiten herauszuarbeiten. (Da wird doch diese Combo hier in direkter Nähe zu Arcade Fire gestellt. Ausserordentlich. Die Fehleinschätzung.) So geschen mit Wrongkong (was ein angestrengter Name). Ich hätte fast weggeschaltet, als ich ihn las. Meine Tanzbeine sind froh, hab ich es nicht getan. Auf jeden Fall passt das verschnittene Zeug aus der Verbandelung zwischen Calgary und Nürnberg hervorragend in die musikalische Sommerstimmung. Der hier vorgestellte, hauseigene Bandremix (Strike Boys sind das Ursprungsprojekt der beiden BandmitgliederTommy Yamaha and Martin Kaisa) kommt mit etwas mehr Drang zum Tanzboden um die Ecke – und das ist bei mir ja nie verkehrt.
Ich persönlich hoffe, dass Leadsängerin Cyrena Dunbar – ihres Zeichens für die Verbindung nach Kanada verantwortlich – beim Live-Singen noch was draufzulegen hat.
Wrongkong – Real Boy <The Strike Boys Remix> (Wrongkong, 2008) // myspace // label :: Mint Fresh

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