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Mit den Dresden Dolls auf nächtlicher Aufklärung

Amanda Palmer Brian Viglione
beide Fotos von deren myspace-Seite

Die Dresden Dolls werden am 20.05. ihr neues Album veröffentlichen und erlauben auf myspace schon mal das Vorhören auf 2 Tracks. Den einen gibts zum Herunterladen und man darf auf den Rest des Albums gespannt sein. Die schrägen Piano-Passagen und die eindringliche Stimme von Amanda Palmer sind auf jeden Fall wieder mit im Spiel. Und diese Mischung aus Punk, Rock und Cabaret ist immer noch deutlich das Programm, dass die beiden auf der Bühne verfolgen.
Der Albumtitel sollte hoffentlich nicht musikalisch Verwirrung stiften - hiess doch das Zweitalbum vor zwei Jahren Yes, Virginia. Und nach einem Blick auf die Labelseite wird denn auch klar. Das hier ist kein neues Studiumalbum (im weitesten Sinne) - eher so eine Sammlung unveröffentlicher Songs, mit der der Virginia-Zyklus zu seinem Ende kommt. Sollte den beiden das Pulver für neues Material ausgegangen sein, dass nach zwei Jahren bereits Bestehendes neu aufbereitet wird? - Das will ich mal nicht hoffen.

Dresden Dolls - Night Reconnaissance (No, Virginia, 2008) // artist website // label :: Roadrunner Records

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Animal Collective auf dem Weg zum Pop

Heimliche Helden wie diese mental überstürzten Jungs mit den Tiermasken machen selbst dann kaum was falsch, wenn ihre Musik sich mal stärker als sonst an den Pop anlehnt. Ein bisschen. Nachdem ihr letztes Album Strawberry Jam bei mir mit schwerer Rotation lief, wird das ganz offensichtlich mit dem Nachfolger nicht anders sein. Schön ist das, wenn Dinge so bleiben wie sie sind, ohne das hier von Stillstand die Rede ist.

Animal Collective - Water Curses (Water Curses, 2008) // via betterPropaganda // label :: Domino Records

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Sommerfortsetzung - Hot Chip outen sich

ein weiteres Mal als geschmacksichere Pop-Apologeten. Man hätte diesen Remix so gut wie sicher vorhersagen können. Anyway. Den Rehab-Hit von Frau Winehouse nochmal anzufassen, ist nicht die schlimmste Sünde, die man begehen kann. Aber ich finde immer noch das Original um Längen besser - und die Vocal-Variante (auch von Hot Chip) ist irgendwie konsequenter. Pitchfork hat den Mix freundlicherweise zur Verfügung gestellt.

Amy Winehouse - Rehab (Hot Chip Remix) // via pitchforkmedia.com

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Sommer in den Beinen

Spätestens seit 14 Tagen ist der Sommer kaum noch aufzuhalten - für manche ist er schon da. Das stellt plakativere Anforderungen an die Playlisten als eine freundliche Frühlingsunterhaltung. Jetzt muss es catchy, mit deutlich mehr Rhythmus und mit weniger zurückhaltendem Hüftgefühl sein. Zum Beispiel Musik, die sich selbst vollmundig dem Pop verschrieben hat: Camera Obscura aus Glasgow (einem Feld, das in den 90ern keine Band so überzeugend beackert hat wie die Waliser Saint Etienne). Musik, wo das Verhältnis zum Rhythmus schon in den Instrumenten eingeschrieben ist: ganz neu! The Ruby Suns aus San Fransisco mit Hang zu Neuseeland. Oder Musik, die olle Kamellen frisch zubereitet: Calvin Harris, nochmal Schottland.

Camera Obscura - Let’s Get Out of This Country (Let’s Get Out of This Country …, 2006) // artist website // via betterPropaganda // label:: Merge Records

The Ruby Suns - Tane Mahuta (Sea Lion, 2008) // via betterPropaganda // beim label:: Sub Pop Records

Calvin Harris - Acceptable In The 80s (I Created Disco, 2007) // myspace // via betterPropaganda

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Astronauten-Ware mit Shy Child

shy child coverShy Child volltreffern mit Astronaut auf meine derzeitige 80-Nach- bzw. Aufholjagd. Seinerzeit hatte ich dieses synthiemässige Gerumpel verschmäht und mich dem Punk und New Wave verschrieben. Ich kann also ebenos unbeschwert geniessen, wie die Spätgeborenen. Meine Altersklasse ist derweil am Motzen: alles schon mal dagewesen. und um Klassen besser. Schon klar. - Jedenfalls ist das hier nix vom andern Stern und auch keine Astronauten-Nahrung - sondern kommt einer reellen Aufforderung zum Tanz recht nahe.

Shy Child - Astronaut (Noise Won’t Stop, release 06.05.2008) // artist’s // label:: killrockstars // via betterPropaganda

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Musik - die zweite: Santogold

Nach dem Blogger-Hype war das Debut von der “schärftsten Sache aus Brooklyn seit der Erfindung von Fishermans Friends. Und wer da gleich an M.I.A. denkt - schwer das nicht zu tun - liegt goldrichtig. Da steht der gleiche Switch am Mixer und pitcht, was das Zeug hält. Aus meiner Sicht ist hier bei Santogold das glatte etwas weniger glatt. Ist so gut wie gekauft.
Santogold - Creator (Santogold, released 22.04.2008) // home // label:: Atlantic Records // via spinner.com

Vier weitere Stücke kann man bei hayabayat laden
meine Favoriten:
Santogold - You’ll Find a Way und
Santogold - Say Aha

Einen hauseigenen Switch-Remix von You’ll find a way - kann man bei last.fm in hören. Ist aber für mich um Längen weniger interessant, als das angeraute Original. Wesentlich besser gefällt mir da schon der Mix, den man via betterPropaganda kredenzt bekommt:
Santogold - L.E.S. Artistes (Xxxchange_Remix)

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