The Chap - The Horse Cover (2003)Vor einigen Jahren – 2003 um genau zu sein – hatte mich eine CD auf dem richtigen Fuss erwischt: (Hats off to) Dror Frangi von The Chap. Habe ich kürzlich wieder hervorgekramt das kleine Teil. Wunderbar produzierter Pop, wie er maximal intellektuell sein kann. Nach einem ersten Gang durch Amazon und Verwandte musste ich feststellen – es ist leider nicht mehr so überzeugend, was die akademisch angehauchte Band aktuell produziert. Bin ich froh, hatte ich seinerzeit mal auf gut Glück bei eBay zugegriffen. (weitere, ältere Songs stellt die Band auf ihrer Homepage zur Verfügung) The Chap – I Got Flattened By A Pig Farmer (The Horse, 2003) // website // myspace // label :: Lo Recordings

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Tom Vek durch die Kamera von Luke SheperdHeute morgen habe ich eine Platte mit Pressdatum 2005 aus dem Regel gezogen. Tom Vek – seinerzeit leider in die hyperventilierenden Berichte über diverse Franz-Ferdinand-Nachfolger gerutscht. Die IndieDisco steuerte gerade einem neuen Höhepunkt entgegen. Franz Ferdinand veröffentlichten ihr nicht mehr so famoses Zweites. Der Pop-Nachwuchs konnte in die Bresche springen. (Bis dahin vedrehten uns überraschenderweise Kanadier allerorten den Kopf – aber das musikalisch gesehen eine andere Geschichte.)

2005 war das Jahr der Debuts von Maximo Park, Bloc Party, Futureheads, She Wants Revenge, den grossartigen We Are Scientists – und den direkt auf die Tanzflächen schielenden Editors, The Departure und Hard-Fi. In New York hielten mit Louden up Now die unaussprechlichen !!! und das famose LCD Soundsystem die Fahnen für die amerikanische Variante hoch. Da konnte schon mal was untergehen. Zum Beispiel Sons and Daughters aus Schottland, Chikinki aus Bristol oder Tom Vek aus London. Und damit das nicht vergessen geht, was für grossartige Musik von diesen Leuten neben den Hypes geschrieben wurde, habe ich heute etwas drangehängt. We have Sound wurde seinerzeit durchaus wahrgenommen, äusserst wohlwollend besprochen (spex #289). Aber richtig geflogen ist die Scheibe nicht. Leider. Als Kostprobe habe Tom Vek hier angehängt, für jene, denen er tatsächlich unter die Aufgeregten andern Orts gerutscht ist. Tom Vek – I Ain’t Saying My Goodbyes (We Have Sound, 2005) // website // label :: startime Records // via betterPropaganda

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Musik wird ja in letzter Zeit meist als Neuerscheinung besprochen. Dabei sind ja vor allem die Platten interessant, die man noch nach Jahren immer wieder vorkramt. Platten, die aufliegen und ich erinner mich sofort, wie gut das Zeug war ist. Und frage mich, wie das vergessen gehen konnte. Aber es gibt ja nur zwei Ohren und die wurden von der Musikindustrie konsequent auf Neues getrimmt. Deshalb werde ich jetzt wieder eine alte Tradition dieses Blogs aufnehmen und auf Sachen verweisen, die mir wieder unterkommen und vor lauter Neuigkeitengetöse fast vergessen gingen.

Heute ein Badly Drawn Boy, wie er beschwingter nur selten geklungen hat (eben das Debüt). Eine Prise London-Swing, umschmeichelndes Rufen und fertig ist das fast perfekt Stück in der Mitte eines Mixtapes für eine neue Flamme (wenn denn jemand sowas noch anfertigen sollte). Badly Drawn Boy – Once Around the Block (The Hour of Bewilderbeast, 2000 // frei zugänglich via fingertips // artist (via XL recordings)

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