Yes! Habe eben einen überaus klugen Beitrag von Inke Arns gelesen, die der heftigen Diskussion um Medienkunst – gibt es sie, gibt es sie nicht – ein würdiges, fast Schlusswort – gegeben hat. Der ganze Diskurs wurde ja im Januar von Stefan Heidenreich mit dem provozierenden Titel “Medienkunst gibt es nicht”auf Rohrpost gehpostet. Zum Original. Und um hier hier gleich zuzugeben, hat sie meine eigenen Zweifel recht ordentlich zerstreuen können. Sagt man dann, es spräche einem jemand aus der Seele <G>. – Jedenfalls kommt der hier der Link zum Rohrpost-Beitrag. – Und die Beispiele, die sie angeführt hat, werde ich mir nochmalsrichtig genau ansehen.

Hartware MedientKunstVerein

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Habe eben bei den Kollegen in Aarau einen interessanten Artikel von Stefan Heidenreich zum Thema Medienkunst gefunden, der vordem in der Frankfurter Allgemeine erschienen ist. Provozierend genug für Medienschaffende dürfte allein der Titel des Textes sein: “Medienkunst gibt es nicht”. Kann man sich durchlesen und mit genug Ruhe auch mal durchdenken. Allein der Schluss kommt mir nicht so schnell über die Lippen wie dem Autor. So mein erstes Gefühl: auch wenn streng genommen alles richtig scheint – dass Medien im engeren Sinne nichts sind, auf was sich Künstler explizit beschränken sollen bzw. auf einige jeweils davon – könnte man dennoch fragen, in welchen Momenten es immer noch lohnend wäre, ein Betätigungsfeld von Künstlern zu benennen, dass sich zum Beispiel von Malerei, Illustration oder Film unterscheidet. Was wenn die massenmediale Verbreitung eines Kunstwerkes Inhalt und vor allem Motiv (man könnte auch sagen Sujet) für Künstler ist. Also Kunst, die sich explizit auf jene Wege der Verbreitung und/oder Diskussion bewegt, die Malerei (zum Beispiel) nicht gehen kann. Da fällt mir dann doch noch und immer wieder der Walter Benjamin ein, der durchaus richtig bemerkte, warum und wie sich Film von Malerie unterscheidet. Und das vor allem das mediale Andere daran das jeweils Entscheidende war. – Lange Vorrede – ich denke, es ist sicher an der Zeit – der Kunst mit und durch Medien einige explizite Fragen zu stellen – ihr jede Form berechtigter Unterscheidungsmerkmale abzusprechen, hört sich etwas übertrieben an.

zum gesamten Artikel

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oder eigentlich richtig Medien Kunst Netz – eine Plattform will dies sein bzw. werden. Und weil es derer noch nicht allzu viele gibt im Netz, die sich medienkonform zu einem Hub für Medienkunst aufbereiten – soll www.medienkunst.de hier Erwähnung finden werden.

Shaw/Hegedüs/Lintermann, »conFIGURING the CAVE«, 1996

Für mich spielte der Zufallsgenerator auf der Homepage die Installation conFIGURING the CAVE von Shaw/Hegedüs/Lintermann auf den Monitor. Gut. Und dazu heisst es:

»conFIGURING the CAVE« konfrontiert den Besucher mit sieben einander folgenden audio-visuellen, virtuellen Welten. Die Besucher werden mit einer 3D Brille ausgestattet und betreten das Medientheater. In der Mitte des Raumes steht ein Computermonitor vor einer riesigen Projektionsfläche. Auf dem Monitor ist eine virtuelle Modellierpuppe zu sehen. Die Besucher sind eingeladen, die Puppe zu manipulieren: ihren Kopf zu neigen, ihre Gliedmaßen zu bewegen, sie horizontal oder vertikal zu drehen. Auf diese Weise können sieben unterschiedliche computergenerierte Welten erkundet und kontrolliert werden. Indem der Besucher mit den Händen der Puppe ihre Augen verschliesst und wieder öffnet, kann er sich in die nächste dreidimensionale Welt begeben. In jeder der projizierten Umgebungen variiert die interaktive Funktion der Puppe, und so ist es die Aufgabe des Besuchers, die unterschiedlichen Parameter der Bilderwelten herauszufinden. (Jeffrey Shaw)

Aufgenommen bzw. ausgestellt wurde die hier abgebildete Installationsansicht 1997 in Tokyo im NTT InterCommunication Center (ICC)

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