Ich überlege gerade, ob ich diesen Blick von der Hardbrücke zu einem Versuchsobjekt mache. Jedesmal, wenn ich über die Brücke fahre, ein Foto schiessen. Immer so an dieser Stelle. Ist jedenfalls interessant, wie stark das Licht ein immer gleichen Platz in der Wahrnehmung beeinflusst. Hier habe ich mal so eine plakative Drei-Wetter-Taft-Ansage. Knallende Sonne – Regen – stürmischer Wind. <G>

Hardbrücke - bei knallender Sonne Hardbrücke - bei Regen Hardbrücke - bei stürmischem Wind

 

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Auf meiner Reise durch die europäische Avantgarde bin ich gerade in Osteuropa angekommen. Die Russen sind ja relativ bekannt. Für Ungarn, Tschechen, Letten oder Polen sieht die Landkarte aus unserer westeuropäisch geprägten Sicht schon etwas anders aus. Wer kennt schon Václav Zykmund? Eben. Leider habe ich keine weiteren Informationen über ihn gefunden. Deshalb gibt es hier nur ein Selbstporträt von 1937, dass ich aus einem Buch eingescannt habe. Ist ein schönes Bild für das elektrische Licht, wie es Marshall McLuhan gern gesehen hätte. Auch wenn ich in meinem Untersuchungen immer mehr dahin komme, dem grossen Übervater der Medientheorie widersprechen zu wollen, was die Inhaltslosigkeit elektrischen Lichts betrifft.

Vazlav Zykmund, Self-portrait

aus: Europa, Europa. Das Jahrhundert der Avantgarde in Mittel- und Osteuropa, Bd. 1. Kann ich übrigens nur jedem empfehlen, der oder die ihr Bild der Kunstproduktion und -werke ein wenig ausweiten will.

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Gemäss meiner Auseinandersetzung mit Licht als Medium (siehe die bedeutsamen Aussagen von McLuhan) liegt es nahe, mal in den Annalen der Kunst zu stöbern, um Künstler bzw. Kunstwerke um und mit Licht herauszufiltern. Ein erstes Überschlagen hat mir gezeigt: da ist endlos schon produziert worden. – Erstaunlich.

Selbstporträt Moholy-NagyEin sehr früher und prominenter Vertreter ist der Ungar Moholy-Nagy, der vom Bauhaus des Martin Gropius inspiriert war(und sowohl in Weimar als auch in Dessau wirkte). 1937 gründete er das New Bauhaus in Chicago. Nach dessen Schliessung 1938 baute er seine eigene Kunstausbildungsstätte auf – das heute einflussreiche Institute of Design (ID)

Bereits 1922 prophezeite Moholy-Nagy in einem Manifest, dass das Licht (elektrisches Licht) eine völlig neuartige Kunst hervorbringen werde. Sein bekanntestes Werk steht in der Sammlung des Busch-Reisinger Museum der Havard University. Der Licht-Raum-Modulator ist ein Komplex von Lichtröhren und Glühlampen, der sich langsam drehte, vor sich hin summte und klickte. Drumherum waren farbige – via Zeitgeber ausgelöste Lichter angeordnet.

Die Lichtsäule dreht sich langsam, während 70 Glühbirnen zu je 15 Watt ein einem Zweieinhalb-Minuten-Zyklus die Skulptur an- oder durch sie hindurchblitzen. 1970 wurde die Arbeit von dem MIT-Ingenier Woodie Flowers in Zusammenarbeit mit dem Kritiker Nan Piene und Sibyl Moholy-Nagy, der Witwe des Künstlers rekonstruiert. (aus Douglas Davis, Vom Experiment zur Idee, DuMont 1975, S. 31)

Lázló Moholy-Nagy, Lichtrequisit einer elektrischen Bühne, 1930. Siehe Moholy-Nagy mit dem Lichtmodulator im Medienkunstnetz; Biografie bei Wikipedia

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Ihre Bilder sind nicht spektakulär. Ihre Motive sind es noch weniger. Dem Einfachen auf der Spur. Die Amerikanerin lichtet Alltagsgegenstände ab. Badewannenablauf, Schlüsseletui, Klassenräume, Es ist das Licht, mit dem Erika Ritzel ihre Gegenstände bedeutsam erscheinen lässt.

her pictures are not spectacular and her subjects neither. the american is shooting daily things. sinks, key holders, class rooms. it is the light how Erika Ritzel makes her subjects look meaningful.

Foto Erika Ritzel – Living Room (o. J) // I found not much but some images on mnartists.org. I found these image on section competition winners here.

erika-ritzel_livingroom.jpg

Musik Es ist ja nicht so, dass ich keine Neuvorstellungen mag. Zur Zeit umkreisen mich einige Stücke, die bestens zum Schrittebeschleunigen geeignet sind. Manche würden danach auch Tanzen. Neues hören wir demnächst von diesen unaussprechlichen New Yorkern !!!, deren Schwester-Combo Out Hud sich vor einigen Wochen aufgelöst hatte (hier wurde berichtet.) Aus Belgien schwabt eine ausführliche Welle Disco herüber. Macht fünfeinhalb Minuten Spass und bereitet nachhaltig auf die Karnevalszeit vor. Und schliesslich möchte uns die die Pilooski-Edition von Octet das Spannungsverhältnis von Dollar und Euro nahebringen (die habe ich bei headphone sex gefunden).

its not that i would not like news. at the time i am surrounded by some tracks which invite to move or even dance. new stuff is coming up soon from those new yorkers whose sister-combo Out Hud went apart some weeks ago. there is some extended disco coming out from belgium. its fun for five minutes and prepares for the carneval. and finally the pilooski-edition by octet would like to introduce the tension between dollar and euro. (found it at headphone sex).

!!! – Heart of hearts (Myth takes, 2007) // get more about the band at warp or meet them myspace. Disco Devil – Now Dance (Vol. II, 2006) // Visit the guy on myspace. You can buy the record via Web records. Octet – Euro vs Dollar // meet Pilooski Edits on myspace.

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