Emmy Andriesse
Für den abendlichen Fotokurs - so ein Blog kann ja auch einfach mal ein Container sein.
Emmy Andriesse - Walcheren, ca. 1951, collection Prentenkabinet of the University of Leiden
Für den abendlichen Fotokurs - so ein Blog kann ja auch einfach mal ein Container sein.
Emmy Andriesse - Walcheren, ca. 1951, collection Prentenkabinet of the University of Leiden
Ich überlege gerade, ob ich diesen Blick von der Hardbrücke zu einem Versuchsobjekt mache. Jedesmal, wenn ich über die Brücke fahre, ein Foto schiessen. Immer so an dieser Stelle. Ist jedenfalls interessant, wie stark das Licht ein immer gleichen Platz in der Wahrnehmung beeinflusst. Hier habe ich mal so eine plakative Drei-Wetter-Taft-Ansage. Knallende Sonne - Regen - stürmischer Wind. <G>
bzw. Neuauflage von Robert Franks “The Americans”. Und weil mir das tatsächlich noch in meinem Regal fehlt, gehöre ich zu den Freuern.
Und dann war ich mir eigentlich so sicher, dass es hier schon vor Monaten ein Posting zu Robert Frank gegeben hätte. Aber der Blog sagt Nein. Tja so kann man sich täuschen. Auf jeden Fall werde ich zusehen, diesemal rechtzeitig ein Exemplar zu ergattern, bevor auch diese Serie wieder ausverkauft und dann vergriffen ist. (Das Vorwort von Jack Kerouac werde ich mit Interesse aufnehmen - auch wenn ich gestehen muss, dass seine Literatur mich nicht umgehauen hat - aber das wird ein Problem der Zeitverschiebung sein.)

Robert Frank U.S. 285, New Mexico 1956
gelatin silver print, 13-1/2 x 9-3/4 inches
Courtesy the Metropolitan Museum of Art
Der gebürtige Schweizer (der allerdings einen grossen Teil seines Lebens in America bestreitet) gehört zu den meistzitierten Fotografen des letzten Jahrhunderts. Und eben diese Serie in Bild gebannter amerikanischer Kultur dürfte zu den eher influssreichen Fotoarbeiten gehören. Als Anhängerin des puristischen Schwarz-Weiss und vor allem als Verfechterin einer (nicht näher definierbaren aber vorhandenen) Distanz zwischen den Objekten um dem Fotografen gehört Robert Frank logischerweise zu meinen Favoriten. (Ähnlich der Farbfotografien von Stephen Shore.)
ausführlich schreibt darüber Steidl, der diese guten News zu verantworten hat. Gefunden via Sonic Blog.
Eine kleinen Einblick gibt es auf dem Yale-Server: Route 66, Cruising the American Dream.
Die Zeit porträtierte kürzlich die Diplomarbeit einer jungen Absolventin der Fotografie - Johanna Manke. Ein schönes Thema, interessant umgesetzt: Die erste Liebe und wie das für die Jugendlichen war. Und der Projektname klingt gleichfalls originell: “Ich liebe dich, lass mich in Ruhe!”
Ich gebe zu, nicht alles aus der Serie gefällt mir gleich gut. Aber dieses mit 01 betitelte Foto finde ich ausgezeichnet. Die Perspektive, die die Fotografin hier einnimmt, setzt jene Distanz zwischen Realtität und Inszenierung am besten frei. Ohne das von der Intensittät jenes Augenblickes etwas verloren ginge.
Eine Ausstellung, die mir um zwei Tage durch die Lappen geht. Schade eigentlich. In Berlin gibt es Fotografien von Sabine Wild zu sehen, die mir via Monitor reichlich interessant erscheinen. Aufriss heisst die Ausstellung und zeigt Ansichten von New York, deren verfremdete Schärfen und Linienbetonungen dem Wesen der Stadt zu entsprechen scheinen. Würde ich gern im Original sehen - aber früher nach Berlin geht leider nicht. In der Galerie en passant kann man ihre Bilder ansehen - noch bis zum 26. April.

Sabine Wild - New York V - 1//

Sabine Wild - New York III - //
Homepage der Künstlerin
via
Avantgarde.
Auf meiner Reise durch die europäische Avantgarde bin ich gerade in Osteuropa angekommen. Die Russen sind ja relativ bekannt. Für Ungarn, Tschechen, Letten oder Polen sieht die Landkarte aus unserer westeuropäisch geprägten Sicht schon etwas anders aus. Wer kennt schon Václav Zykmund? Eben. Leider habe ich keine weiteren Informationen über ihn gefunden. Deshalb gibt es hier nur ein Selbstporträt von 1937, dass ich aus einem Buch eingescannt habe.
Ist ein schönes Bild für das elektrische Licht, wie es Marshall McLuhan gern gesehen hätte. Auch wenn ich in meinem Untersuchungen immer mehr dahin komme, dem grossen Übervater der Medientheorie widersprechen zu wollen, was die Inhaltslosigkeit elektrischen Lichts betrifft.
aus: Europa, Europa. Das Jahrhundert der Avantgarde in Mittel- und Osteuropa, Bd. 1. Kann ich übrigens nur jedem empfehlen, der oder die ihr Bild der Kunstproduktion und -werke ein wenig ausweiten will.