Eine Ausstellung, die mir um zwei Tage durch die Lappen geht. Schade eigentlich. In Berlin gibt es Fotografien von Sabine Wild zu sehen, die mir via Monitor reichlich interessant erscheinen. Aufriss heisst die Ausstellung und zeigt Ansichten von New York, deren verfremdete Schärfen und Linienbetonungen dem Wesen der Stadt zu entsprechen scheinen. Würde ich gern im Original sehen – aber früher nach Berlin geht leider nicht. In der Galerie en passant kann man ihre Bilder ansehen – noch bis zum 26. April.

Sabine Wild - aus New York V Sabine Wild – New York V – 1//

Sabine Wild - aus New York III Sabine Wild – New York III – //

Homepage der Künstlerin via Avantgarde.

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Der dtp Weblog – übrigens auch sonst zu empfehlen – gab kürzlich einen netten Link weiter, den ich aufzugreifen mich nicht scheue. Computer Arts – ein Magazin rund um eben Kunst und unsere täglichen Arbeits- und Gestaltungsmittel.

Ich bin flugs mal durch die Tutorials – Überraschung! Letzter Eintrag der ersten Seite: Instant op art. Insgesamt sind dort 57 (!) Tutorials gelistet. Momente später rüber nach In Depth und finde ziemlich gleich einen Artikel über einen Jünger für Schwarz-Weiss-Arbeiten und gleich noch Living in a black and white world gleich hinterher. Zweite Überraschung!!

Zusammengefasst ist das ein mächtiges Konvolut für kommeriell orientiertes Design und Kunst, bei der man erstens nicht weiss, wo anfangen mit dem hineinzoomen und zweitens man kurz geneigt ist, lieber doch umgehend zu verschwinden. Es sieht nach Sog aus und jeder Menge Zeit, die einfach nur im Sich-Treiben-Lassen draufgeht. Und wer hat die schon. Diese Zeit fürs Verschwenden, ohne die Inspiritation fast gar nicht nicht geht.

Cover für Profile: MWM Graphics

via :: Desktop Publishing Weblog

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ebony cuts homepge

Bandbreite ist heutzutage zu gut wie kein Problem mehr. Musik während des Arbeitens direkt aus dem Netz hören ist inzwischen fast unterbrechungsfrei. Das ist gut so, denn Ebony Cuts wären nicht Ebony Cuts, wäre das anders. Dabei ist Disco für mich eigentlich ein recht ambivalentes Ding zwischen verwundertem Zweifeln, wie so was länger als eine halbe Stunde funktioniert und ehrfürchtigem Staunen über den Einfallsreichtum, den charttaugliche Popmusik einmal hatte. – Sei’s drum.

Allen, denen etwas an gutmütgier Unterhaltung liegt, denen seien die discoorientierten Mix von Gloria und Cuebism ans funkverwöhnte Herz gelegt. Es warten ein prallgefülltes Archiv und eine Menge Überraschungen auf die geneigten HörerInnen. Mit jedem neuen Mix fällt ein alter aus dem Archiv heraus. Ein Grund mehr, regelmässig vorbeizugehen und die Mixe zu hören oder mitzunehmeh. Denn die stehen vollständig und unbeschränkt zum Herunterladen bereit. – Einziger Wehrmutstropfen sidn die Playlists; die fehlen leider. Oder ich kann sie einfach nicht finden. Manchmal wäre es schon super, das verwendete Material nachzuschlagen zu können.

Ebony Cuts

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Neuer Kurs. Grundlagen Fotografie. Gestern gabs die gemeinsame Ausstellungsbegehung. Helmhaus in Zürich, Weltbilder II. Unser Kursleiter Istvan Balogh war mit einer Serie von Frauenporträts vertreten, Sur-Face 2007.

Istvan Balogh - Sur-Face, 2007

Die gesamte Serie ist auf seiner Homepage zu studieren. Mich haben nicht alle Arbeiten dieser Ausstellung angesprochen. Zum Beispiel die drei Fotos aus der Berliner Heimat. Fotos von russischen/polnischen Denkmälern in Berlin – irgendwie nicht. Ist das jetzt sozialistische Romantik, effektvolle Hinweisfotografie oder in welchem Zusammenhang stehen diese Relikte sozialistischer Heldenverehrung?

Etwas mehr konnte ich mit den Arbeiten von Guadalupe Ruiz aus Kolumbien anfangen. Sie fotografierte die Wohnungen unterschiedlicher sozialer Klassen. Je sechs ausgeschnittene Innenansichten, die für je einen Bezirk in Bogotà stehen – die je eine Art soziales Millieu repräsentieren (gemessen an der Kaufkraft seiner BewohnerInnen). Diese sechs sozialen Bereiche werden von der Stadtbehörde geschätzt und sind dann verantwortlich für die Steuern, die in diesen Zonen dann gezahlt werden müssen. Bei den Arbeiten von Ruiz sind dann nicht nur die Unterschiede in der Qualität des Interieurs offensichtlich. Mann kann wunderbar studieren, dass die Strukturen, die formellen und symbolischen Formen, die die Wohnräume auszeichnen gar nicht so unterschiedlich sind. Es braucht immer Sofas, Kissen, Bilder an den Wänden, Nippes und ähnliches. Und an den Wänden hängen Bilder (gerahmt oder nichtgerahmt) von Jesus und/oder Maria oder von kitschigen Landschaften. – Mehr Fotos von ihr auf lupita.ch

Und weil Istvan ein ungarischer Vorname ist und weil es dieses interessante Stück für lau auf der Homepage der Band gibt, stelle ich hier noch eine Band aus Budapest neben den Fotoeintrag.

Zagar – I’m gonna loose (live in Wien) // Band’s Home, myspace

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Klaxons logo

Samstag – fürstlich gegessen – da blieb für den Rest des Abends noch das Konzert mit vier hyppen Typen aus Old England. Die Klaxons kamen in Zürich vorbei. Und weil die Jungs fürs Abart wohl schon “zu gross” sind, wurde ins Rohstofflager geladen. Dort hatte ich eines meiner besten Konzerte erlebt – Peaches vor drei Jahren – deshalb war dagegen erstmal nix einzuwenden.

Proppevoll dann der Club. Klar. Die Stimmung schön aufgeladen – was konnte da schief gehen. Nichts eigentlich. Zumal den Klaxons ein fast legendärer Ruf als Live-Band vorauseilt, die keinen Abend anbrennen lassen. Schon bei den ersten Riffs ging die Menge vorn voll mit und hörte nicht mehr auf. Unklar. Denn was die Band da als Live-Ereignis ablieferte war enttäuschende Durchschnittsware. Stück an Stück – eine Zwischenansage – “Zurich”, noch ein paar gemurmelte Worte, wieder Stück an Stück – etwas andere Reihenfolge als auf dem Album – aber sonst. Keine Leidenschaft, keine wilden Interpretationen, keine ausgeflippte Show. Einfach runtergespielt das Zeug – nicht schlecht / OK – aber irgendwie gelangweilt. Eine einzelne Zugabe gabs dann noch. Ein Stückchen sozusagen – aber was will man verlangen von einer Band, die erst ein Album gemacht hat. Da kann man nicht aus einem riesigen Arsenal schöpfen und Vive la Fete heissen.

Ich weiss nicht, woran es gelegen hat – vielleicht hat man die eine Platte inzwischen zu häufig wiedergegeben, vielleicht waren die Jungs müde, vielleicht war es einfach nicht ihr Tag. Und wenn ich dann noch im Moblog der Klaxons lese, dass das Konzert in Zürich besser war als jenes in St. Gallen – tja, dann denke ich so bei mir: sie sollten nach Hause fahren, Pause machen und ein paar neue Stücke aufnehmen.

Klaxons – Golden Skans (Download viamyspace.com) // homepage

Und noch etwas ist mir an diesem Abend unangenehm aufgefallen. Die Band war kaum fertig – das ging es Licht an, Konserve an, Affe tot. Und als wenn das nicht Enzauberung genug wäre, tobten im selben Augenblick schon zwei Leute mit riesigen Besen durch die Menge, um die Halle auszufegen. Hab’ ich noch nie erlebt und ich frage mich, ist das ne Unart vom Abart (kaum vorstellbar) oder Mentalität vom Rohstofflager: wenn Konzert vorbei, raus mit der Meute. Hatte mir gar nicht gefallen, das.

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