Archive for philosophie
18. März, 2008 um 11:15 ·
Kategorien: medien und studium, philosophie, theorie ·
Autor: Renée Schauecker ·
Auf meinem Weg durchs Netz um einige Informationen zu McLuhan zu finden, bin ich auf diese Seite aus Toronto gestossen. Für den einfachen und ersten Überblick ist das sicherlich eine gute Adresse. Der Sitz in Toronto verrät natürlich die Nähe zum Medientheoretiker. Deshalb darf hier wenig an kritischer Auseinandersetzung erwartet werden. Aber eben - für den Einstieg und einen Überblick über die Thesen von Marshall McLuhan und eine Einführung in seine Hauptwerke kann ich die Seite nur empfehlen.
Marshall McLuhan - ein Projekt von Isabel Morisse und Uwe Lehmann
McLuhan bei
Wikipedia
Tags: Marshall McLuhan, Medientheorie, Medienkritik, Medienwissenschaft
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29. Februar, 2008 um 13:48 ·
Kategorien: medien und studium, philosophie, theorie ·
Autor: Renée Schauecker ·
In Anbetracht einer (wahrscheinlichen) für die nächsten Wochen intensiveren Auseinandersetzung mit Marshal McLuhan bin ich gleich über seine auffallende Behauptung gestossen: dass man von den Medien dasgeiche sagen könne, wie ein Robert Theobald von den Wirtschaftskrisen behauptete. Also machen wir das mal, das Zitat tatsächlich zu Ende zitieren.
Es gibt einen zusätzlichen Faktor, der uns geholfen hat, Medienkrisen in Grenzen zu halten, und das ist ein besseres Verständnis ihrer Entwicklung.
Diesen Vergleich zieht er (indirekt) im Vorwort zu “Die magischen Kanäle” und mir fallen sofort ein paar Fragen ein: Was sind Medienkrisen und kann man Medienkrisen in Grenzen halten?
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17. Februar, 2008 um 15:07 ·
Kategorien: medien und studium, philosophie ·
Autor: Renée Schauecker ·
Habe eben bei den
Kollegen in Aarau einen interessanten Artikel von Stefan Heidenreich zum Thema Medienkunst gefunden, der vordem in der Frankfurter Allgemeine erschienen ist. Provozierend genug für Medienschaffende dürfte allein der Titel des Textes sein: “Medienkunst gibt es nicht”. Kann man sich durchlesen und mit genug Ruhe auch mal durchdenken. Allein der Schluss kommt mir nicht so schnell über die Lippen wie dem Autor. So mein erstes Gefühl: auch wenn streng genommen alles richtig scheint - dass Medien im engeren Sinne nichts sind, auf was sich Künstler explizit beschränken sollen bzw. auf einige jeweils davon - könnte man dennoch fragen, in welchen Momenten es immer noch lohnend wäre, ein Betätigungsfeld von Künstlern zu benennen, dass sich zum Beispiel von Malerei, Illustration oder Film unterscheidet. Was wenn die massenmediale Verbreitung eines Kunstwerkes Inhalt und vor allem Motiv (man könnte auch sagen Sujet) für Künstler ist. Also Kunst, die sich explizit auf jene Wege der Verbreitung und/oder Diskussion bewegt, die Malerei (zum Beispiel) nicht gehen kann. Da fällt mir dann doch noch und immer wieder der Walter Benjamin ein, der durchaus richtig bemerkte, warum und wie sich Film von Malerie unterscheidet. Und das vor allem das mediale Andere daran das jeweils Entscheidende war. - Lange Vorrede - ich denke, es ist sicher an der Zeit - der Kunst mit und durch Medien einige explizite Fragen zu stellen - ihr jede Form berechtigter Unterscheidungsmerkmale abzusprechen, hört sich etwas übertrieben an.
zum gesamten Artikel
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8. Januar, 2008 um 19:17 ·
Kategorien: philosophie, theorie ·
Autor: bhlogiston ·
Ich weiss gar nicht mehr, wo ich diese erhellende Geschichte von Heinz von Foerster das erste Mal las. Für mich stand fest, solche Geschichten gehören nicht vergessen, sondern aufgehoben und in regelmässigen Abständen wiedererzählt. - Leider funktioniert mein Gedächtnis nicht so vorbildlich. Und die Geschichte und seine Quelle verschwand in den Tiefen meiner Rechnereinheiten. Das ist jezt mehr als 10 Jahre her. Und immer wieder fiel mir diese Geschichte ein, bei der ein Fremder mit einem geschickten Schachzug das komplexe Problem unteilbarer Kamelherdenanteile löste. Jetzt habe ich mich in einem Seminar mit Wahrnehmung und Wirklichkeit beschäftigt und mir das faszinierende Konzept des
radikalen Konstruktivismus für ein Thesenpapier herausgesucht. Und plötzlich ist das 18. Kamel wieder da.
“Ein Mullah ritt auf seinem Kamel nach Medina; unterwegs sah er eine Herde von Kamelen; daneben standen drei junge Männer, die offenbar sehr traurig waren. ‘Was ist euch geschehen, Freunde?’ fragte er, und der älteste antwortete: ‘Unser Vater ist gestorben.’ ‘Allah möge ihn segnen. Das tut mir leid für euch. Aber er hat euch doch sicherlich etwas hinterlassen?’ ‘Ja’, antwortete der junge Mann, ‘diese siebzehn Kamele. Das ist alles, was er hatte.’ ‘Dann seid doch fröhlich! Was bedrückt euch denn noch?’ ‘Es ist nämlich so’, fuhr der älteste Bruder fort, ’sein letzter Wille war, daß ich die Hälfte seines Besitzes bekomme, mein jüngerer Bruder ein Drittel und der jüngste ein Neuntel. Wir haben schon alles versucht, um die Kamele aufzuteilen, aber es geht einfach nicht.’ ‘Ist das alles, was euch bekümmert, meine Freunde?’ fragte der Mullah. ‘Nun, dann nehmt für einen Augenblick mein Kamel, und laßt uns sehen, was passiert.’ Von den achtzehn Kamelen bekam jetzt der älteste Bruder die Hälfte, also neun Kamele; neun blieben übrig. Der mittlere Bruder bekam ein Drittel der achtzehn Kamele, also sechs; jetzt waren noch drei übrig. Und weil der jüngste Bruder ein Neuntel der Kamele bekommen sollte, also zwei, blieb ein Kamel übrig. Es war das Kamel des Mullahs; er stieg wieder auf und ritt weiter und winkte den glücklichen Brüdern zum Abschied lachend zu”. (aus Segal, L.: Das 18. Kamel oder Die Welt als Erfindung. Zum Konstruktivismus Heinz von Foersters, München/Zürich 1988)
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