Quelle: Thee Sheffield Phonographic Corporation

Slow Down Tallahassee – eine neue Combo aus Sheffield – Home town von den Artic Monkeys oder den The Long Blondes oder älteren Musikern von Human League, Heaven 17, Pulp oder Carbaret Voltaire. Keine dieser Bands scheint nachhaltigen Einfluss auf die Band gehabt zu haben. Stattdessen nennen sie Britney Spears, Carrie, The Shangri-Las, The Breeders, Leonard Cohen, The Go-Gos, The Runaways, Madonna als Referenzpunkte. In dieser Reihenfolge. Das hört man dem Gesang deutlich an. Zur Einstimmung auf ihr Debut im August gibt es auf ihrer myspace-Seite schon mal was zum Herunterladen. Zum Beispiel dieses Liedchen hier. Abgesehen von dieser kleinen charmanten Wuchtbrumme sind die Stücke wohl eher etwas ruhiger. – In jedem Fall lohnt es sich, die Damen mit ruhigem Auge zu beobachten. Slow Down Tallahassee – The Beautiful Light (The Beautiful Light, 2008) // myspace // label :: Thee Sheffield Phonographic Corporation

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Soft Airplane CoverHeute fand ich gleich zwei Neuvorstellungen, die mit Tempo in Richtung Ausleihen-ist-besser-als-selber-Machen bewegen. Da ist zum einen der frisch gehypte Chad VanGaalen. Das scharwenzelt so unverblümt im Sufjan Stevenschen Gefilden herum, wie nur was. Selbst der Gesang, wie lange man dafür wohl üben muss. Waren die ersten Alben noch dem Rock verschrieben, ist Herr VanGaalen in Illinois angekommen. Fehlt eigentlich nur noch das Banjo. Chad VanGaalen – Willow Tree (Soft Airplane, September 2008) // via betterPropaganda // label :: SubPop

Light of Love - CoverNoch unverholener machen uns Music Go Music ein Mamma Mia (oder ähnliche) für ein Light of Love vor. Oder doch eher Middle of the Road? Bei soviel Dreistigkeit muss ich mich fragen, ob die einfach darauf setzen, dass die heutigen Pop-Konsumenten die Ikonen aus Schweden höchstens von den Nostalgie-Parties ihrer Eltern kennen. Und das ist ja in der Regel was fürs Vergessen. Und überhaupt das Cover. Geht gar nicht. Music Go Music – Light of Love (Light of Love, Mai 2008) // myspace // label :: Secretly Canadian

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Coda CoverAber Ja! Dieser Tage erreichte mich eine Mail mit der Bitte um Begutachtung. Habe ich getan und kann auf dieser meiner Plattform nur wärmste Weiterempfehlung geben. – Also MIT – Berlins aufsteigender Stern wenn es um angepunktes Electrogefummel geht (vielleicht noch neben Warren Suicide, wenn die nicht gerade ihre Eier in Röhrenjeans gepackt hätten) – tragen ihre erste Ware auf den Musikmarkt. Und da möchte man den Jungs nur Glück wünschen. Wenn alles schön klappt, werden diverse Musikblogs die Combo über den grünen Klee loben. Denn wenn ich mir aus der Last.fm Bandgeschichte die Tracks so anhören, haben sie fürs erste grosse Gesamte ordentlich an der Elektroschraube gedreht und den Punk an den Instrumenten einen guten Mann sein lassen. Punk dagegen ist immer noch der Gesang – und das macht was her. So insgesamt.

Fürs Einstimmen gibt es eine kostenlose Version von Titel Nummer 09 plus zwei Remixen, von denen mir jener von Luke Abott zu ambient ist – und der andere – der von Coma – hat’s gnadenlos auf den den mitreissenden Hüftschwung in der Disko abgesehen. Feine Sache. Und deshalb kommen er und das Original hier zu Zuhören auf diesen Blog.

MIT – Rauch (CODA, 2008) // website // last.fm // label :: Haute Areal MIT – Rauch (Coma Remix) // download aller drei Titel als zip.Paket

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skullintro2.gif… aber in besser als andere. Hatte ich doch gedacht, der Zwitter aus 80er und Ed Banger sei allmählich vorbei. Viel neues jedenfalls kommt nicht mehr aus den Spuren. Aber zwischendurch gibt es noch den einen oder anderen Badeanstaltenhit. – So einer kommt zum Beispiel von The Black Ghosts. Eine muntere Spur synthetisches Piaono, durch den Effektwandler hin genudelt und wieder zurück plus die notwendige Portion Takt. Dann stimmt das Teil. Die Verwandschaft mit Simian Mobile Disco ist nicht zu überhören, auch wenn ich dieses Stück hier weitaus weniger nervig finde. Gibts umsonst bei betterPropaganda.

The Black Ghosts – Any Way You Choose To Give It (Black Ghosts, Juli 2008) // website // label :: IAmSound //

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Im Gefolge von Newcomern wie Crystal Castles ist es derzeit nicht schwer, mit der Kombination von clubfähiger Musik und indiemässigen Verwurzelungen in Kanada Aufmerksamkeiten herauszuarbeiten. (Da wird doch diese Combo hier in direkter Nähe zu Arcade Fire gestellt. Ausserordentlich. Die Fehleinschätzung.) So geschen mit Wrongkong (was ein angestrengter Name). Ich hätte fast weggeschaltet, als ich ihn las. Meine Tanzbeine sind froh, hab ich es nicht getan. Auf jeden Fall passt das verschnittene Zeug aus der Verbandelung zwischen Calgary und Nürnberg hervorragend in die musikalische Sommerstimmung. Der hier vorgestellte, hauseigene Bandremix (Strike Boys sind das Ursprungsprojekt der beiden BandmitgliederTommy Yamaha and Martin Kaisa) kommt mit etwas mehr Drang zum Tanzboden um die Ecke – und das ist bei mir ja nie verkehrt. Ich persönlich hoffe, dass Leadsängerin Cyrena Dunbar – ihres Zeichens für die Verbindung nach Kanada verantwortlich – beim Live-Singen noch was draufzulegen hat. Wrongkong – Real Boy <The Strike Boys Remix> (Wrongkong, 2008) // myspace // label :: Mint Fresh

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