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Archive for neuerscheinung

Der schmale Grad zwischen Vorbild und Plagiat

Soft Airplane CoverHeute fand ich gleich zwei Neuvorstellungen, die mit Tempo in Richtung Ausleihen-ist-besser-als-selber-Machen bewegen.
Da ist zum einen der frisch gehypte Chad VanGaalen. Das scharwenzelt so unverblümt im Sufjan Stevenschen Gefilden herum, wie nur was. Selbst der Gesang, wie lange man dafür wohl üben muss. Waren die ersten Alben noch dem Rock verschrieben, ist Herr VanGaalen in Illinois angekommen. Fehlt eigentlich nur noch das Banjo.
Chad VanGaalen – Willow Tree (Soft Airplane, September 2008) // via betterPropaganda // label :: SubPop

Light of Love - CoverNoch unverholener machen uns Music Go Music ein Mamma Mia (oder ähnliche) für ein Light of Love vor. Oder doch eher Middle of the Road? Bei soviel Dreistigkeit muss ich mich fragen, ob die einfach darauf setzen, dass die heutigen Pop-Konsumenten die Ikonen aus Schweden höchstens von den Nostalgie-Parties ihrer Eltern kennen. Und das ist ja in der Regel was fürs Vergessen. Und überhaupt das Cover. Geht gar nicht.
Music Go Music – Light of Love (Light of Love, Mai 2008) // myspace // label :: Secretly Canadian

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MIT mit Rauchenden Colts

Coda CoverAber Ja! Dieser Tage erreichte mich eine Mail mit der Bitte um Begutachtung. Habe ich getan und kann auf dieser meiner Plattform nur wärmste Weiterempfehlung geben. – Also MIT – Berlins aufsteigender Stern wenn es um angepunktes Electrogefummel geht (vielleicht noch neben Warren Suicide, wenn die nicht gerade ihre Eier in Röhrenjeans gepackt hätten) – tragen ihre erste Ware auf den Musikmarkt. Und da möchte man den Jungs nur Glück wünschen. Wenn alles schön klappt, werden diverse Musikblogs die Combo über den grünen Klee loben. Denn wenn ich mir aus der Last.fm Bandgeschichte die Tracks so anhören, haben sie fürs erste grosse Gesamte ordentlich an der Elektroschraube gedreht und den Punk an den Instrumenten einen guten Mann sein lassen. Punk dagegen ist immer noch der Gesang – und das macht was her. So insgesamt.

Fürs Einstimmen gibt es eine kostenlose Version von Titel Nummer 09 plus zwei Remixen, von denen mir jener von Luke Abott zu ambient ist – und der andere – der von Coma – hat’s gnadenlos auf den den mitreissenden Hüftschwung in der Disko abgesehen. Feine Sache. Und deshalb kommen er und das Original hier zu Zuhören auf diesen Blog.

MIT – Rauch (CODA, 2008) // website // last.fm // label :: Haute Areal
MIT – Rauch (Coma Remix) // download aller drei Titel als zip.Paket

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Musik aus der Retorte

skullintro2.gif… aber in besser als andere. Hatte ich doch gedacht, der Zwitter aus 80er und Ed Banger sei allmählich vorbei. Viel neues jedenfalls kommt nicht mehr aus den Spuren. Aber zwischendurch gibt es noch den einen oder anderen Badeanstaltenhit. – So einer kommt zum Beispiel von The Black Ghosts. Eine muntere Spur synthetisches Piaono, durch den Effektwandler hin genudelt und wieder zurück plus die notwendige Portion Takt. Dann stimmt das Teil.
Die Verwandschaft mit Simian Mobile Disco ist nicht zu überhören, auch wenn ich dieses Stück hier weitaus weniger nervig finde. Gibts umsonst bei betterPropaganda.

The Black Ghosts – Any Way You Choose To Give It (Black Ghosts, Juli 2008) // website // label :: IAmSound //

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Wrongkong – Kanada-Nürnberg-Connection

Im Gefolge von Newcomern wie Crystal Castles ist es derzeit nicht schwer, mit der Kombination von clubfähiger und indiemässigen Verwurzelungen in Kanada Aufmerksamkeiten herauszuarbeiten. (Da wird doch diese Combo hier in direkter Nähe zu Arcade Fire gestellt. Ausserordentlich. Die Fehleinschätzung.) So geschen mit Wrongkong (was ein angestrengter Name). Ich hätte fast weggeschaltet, als ich ihn las. Meine Tanzbeine sind froh, hab ich es nicht getan. Auf jeden Fall passt das verschnittene Zeug aus der Verbandelung zwischen Calgary und Nürnberg hervorragend in die musikalische Sommerstimmung. Der hier vorgestellte, hauseigene Bandremix (Strike Boys sind das Ursprungsprojekt der beiden BandmitgliederTommy Yamaha and Martin Kaisa) kommt mit etwas mehr Drang zum Tanzboden um die Ecke – und das ist bei mir ja nie verkehrt.
Ich persönlich hoffe, dass Leadsängerin Cyrena Dunbar – ihres Zeichens für die Verbindung nach Kanada verantwortlich – beim Live-Singen noch was draufzulegen hat.
Wrongkong – Real Boy <The Strike Boys Remix> (Wrongkong, 2008) // myspace // label :: Mint Fresh

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Neu: The Stills spielen wieder breitbeinig

Im August wird das dritte Album der Stills erscheinen. Das Label gibt einen ersten Vorgeschmack und der hört sich deutlich nach mehr Pose an. Mit dem dritten Longplayer könnten die Kanadier die Scharte ausmerzen, die sie sich mit dem Zweitling Without Feathers eingebrockt hatten (daran konnten auch die Gastaufgtritte von Emily Haines/Metric und Jason Collett / Broken Social Scene nichts ändern).
Exlaim – ein Magazin aus Kanada erlaubt freundlicherweise den Downlaod.
The Stills – Being Here (Oceans Will Rise, August 2008) // label :: arts & crafts // artists

The Stills - Oceans Will Rise (cover)Tracklist:
Don’t Talk Down
Snow in California
Snakecharming The Masses
Being Here
Everything I Build
Panic
Eastern Europe
Hands on Fire
Dinosaurs
I’m With You
Rooibos/Palm Wine Drinkard
Statue of Sirens

Das neue Cover übrigens erinnert mich schmerzlich daran, dass gerade auch in der “Hoch”kunst geschmäcklerische Totenschädel fröhliche Urständ feiern (ich erinnere an den Aussetzer von Damien Hirst oder dem neuen “Superstar” Koh).

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