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Archive for neuerscheinung

Musik aus der Retorte

skullintro2.gif… aber in besser als andere. Hatte ich doch gedacht, der Zwitter aus 80er und Ed Banger sei allmählich vorbei. Viel neues jedenfalls kommt nicht mehr aus den Spuren. Aber zwischendurch gibt es noch den einen oder anderen Badeanstaltenhit. - So einer kommt zum Beispiel von The Black Ghosts. Eine muntere Spur synthetisches Piaono, durch den Effektwandler hin genudelt und wieder zurück plus die notwendige Portion Takt. Dann stimmt das Teil.
Die Verwandschaft mit Simian Mobile Disco ist nicht zu überhören, auch wenn ich dieses Stück hier weitaus weniger nervig finde. Gibts umsonst bei betterPropaganda.

The Black Ghosts - Any Way You Choose To Give It (Black Ghosts, Juli 2008) // website // label :: IAmSound //

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Wrongkong - Kanada-Nürnberg-Connection

Im Gefolge von Newcomern wie Crystal Castles ist es derzeit nicht schwer, mit der Kombination von clubfähiger Musik und indiemässigen Verwurzelungen in Kanada Aufmerksamkeiten herauszuarbeiten. (Da wird doch diese Combo hier in direkter Nähe zu Arcade Fire gestellt. Ausserordentlich. Die Fehleinschätzung.) So geschen mit Wrongkong (was ein angestrengter Name). Ich hätte fast weggeschaltet, als ich ihn las. Meine Tanzbeine sind froh, hab ich es nicht getan. Auf jeden Fall passt das verschnittene Zeug aus der Verbandelung zwischen Calgary und Nürnberg hervorragend in die musikalische Sommerstimmung. Der hier vorgestellte, hauseigene Bandremix (Strike Boys sind das Ursprungsprojekt der beiden BandmitgliederTommy Yamaha and Martin Kaisa) kommt mit etwas mehr Drang zum Tanzboden um die Ecke - und das ist bei mir ja nie verkehrt.
Ich persönlich hoffe, dass Leadsängerin Cyrena Dunbar - ihres Zeichens für die Verbindung nach Kanada verantwortlich - beim Live-Singen noch was draufzulegen hat.
Wrongkong - Real Boy <The Strike Boys Remix> (Wrongkong, 2008) // myspace // label :: Mint Fresh

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Neu: The Stills spielen wieder breitbeinig

Im August wird das dritte Album der Stills erscheinen. Das Label gibt einen ersten Vorgeschmack und der hört sich deutlich nach mehr Pose an. Mit dem dritten Longplayer könnten die Kanadier die Scharte ausmerzen, die sie sich mit dem Zweitling Without Feathers eingebrockt hatten (daran konnten auch die Gastaufgtritte von Emily Haines/Metric und Jason Collett / Broken Social Scene nichts ändern).
Exlaim - ein Magazin aus Kanada erlaubt freundlicherweise den Downlaod.
The Stills - Being Here (Oceans Will Rise, August 2008) // label :: arts & crafts // artists

The Stills - Oceans Will Rise (cover)Tracklist:
Don’t Talk Down
Snow in California
Snakecharming The Masses
Being Here
Everything I Build
Panic
Eastern Europe
Hands on Fire
Dinosaurs
I’m With You
Rooibos/Palm Wine Drinkard
Statue of Sirens

Das neue Cover übrigens erinnert mich schmerzlich daran, dass gerade auch in der “Hoch”kunst geschmäcklerische Totenschädel fröhliche Urständ feiern (ich erinnere an den Aussetzer von Damien Hirst oder dem neuen “Superstar” Koh).

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Elfenstimme trifft Streicherwände

My Brightest Diamonds (Fotografie von ihrer Homepage)

Irgendwie erinnert der Mittelteil an kriminalistische Filmmusik aus den 70ern. Mir fällt nur gerade nicht der Name der Serie ein. Egal. Shara Worden alias My Brightest Diamond strahlt aus dem ein wenig angestrengt gitarrig klingenden neuen Album. Dabei hätten es im Beispielstück Inside A Boy die Streicher vollends getan. Grundsätzlich ist das neue Album sehr schön geworden. Fast schon zu schön. Deshalb übe ich mich in Zurückhaltung und höre die Songs weniger häufig als andere neue Platten. (via betterPropaganda)
My Brightest Diamond - Inside A Boy (A Thousand Shark’s Teeth, 2008) // artist’ website // label :: Asthmatic Kitty Records

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Cumuluswolken mit den Fleet Foxes

Cover Fleet FoxesBei diesem Track von Fleet Foxes schlägt der Power-Pop voll durch. Huh-Huhs in Strophenlänge, wie sie nur die Beach Boys hinbekamen und eine Stimme, die überdeutlich an My Morning Jacket erinnert. Harmonie trifft auf Chorknaben, die sich an den Stränden Kaliforniens aufgestellt haben, um der next Generation Surfer eine Hymne zu widmen. Das ganze läufte ausser Refrain-Konkurrenz und somnambult einem unaufgeregten Ende entgegen. Was für ein nettes Sommerlied - frage ich mich zum Thema Titelvergabe.

Fleet Foxes - White Winter Hymnal (Fleet Foxes, 2008) // bei betterPropaganda // myspace // label :: Sup Pop Records

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Überraschung mit Tu Fawning

Eben auf betterPropaganda als Song of the Day entdeckt, überzeugt mich das Stück umgehend. Jede Menge Dramatik und Handclaps von Architecture in Helsinki, eine Stimmung wie von Wolfparade, Instrumente die sich Joe Haege (ausserdem bei 31 Knots) und Corrina Repp von Beirut geborgt haben könnte. Die Stimme von Corrina Repp wie die andere Seite von Jeff Mangum (Neutral Milk Hotel). Und schliesslich eine Fülle von Ideen in nur einem Stück - da war ich baff und musste mir zwingend Gehör zum Rest des Albums verschaffen. Ergebnis: das Album scheint recht kurz ausgefallen zu sein - und bleibt in seiner Grundstimmung sehr sehr düster. Erinnerungen an Danielle Dax werden wach.
Tu Fawning - Out like Bats (Secession, 2008) // myspace // label:: Polyvinyl Records

Cover Seccession Cover The Flying Club Cup

Und wenn ich schon von Zach Gordon aka Beirut sprach, kann ich gleich aus seinem aktuellen Album nachlegen. Zur Zeit gibt es A Sunday Smile als kostenlosen Download auf seiner Homepage. Entgegen den meisten Plattenbesprechungen muss ich sagen, das französisch Gemeinte kommt mir da immer übertrieben ins Album hineingeredet vor. Sein zweites Werk erinnert noch immer stärker an die Klänge aus Osteuropa als an Frankreich.
Beirut - A Sunday Smile (The Flying Club Cup, 2007) // artist // label :: Ba Da Bing Records

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