Der aufgehende Stern des dänischen DJ Rangleklod wird von hier aus gern beobachtet. Das Teleskop ist ausgefahren und vermeldet hörbare Signale – Cassiopeia und Andromeda geben Echos zurück: Elektropop mit Schwanengesang reiten auf herzhaften Beats. Die Orgel zieht ihre Bahnen durch den Verzerrer bis die Geräusche auf den Hund kommen. Das wird was werden mit dem Rangleklod! Es lebe Århus und Berlin.

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Patricia Highsmith In den nächsten Tagen gibt es neues Material vom Label meines Vertrauens (John Maus, Former Ghosts, Future Islands): Peepholes. Teile der Kombo sind Katie Barret (Bahrain) und Nick Carlisle (Nordirland). Schon geografisch eine interessante Mischung – machen die beiden dem Label alle Ehre. Fein gesponnener Goth-Punk-Dance mit ordentlich Tiefgang. Etliche EPs hat es gebraucht, bis das Debüt reif für die geneigte Hörerschaft war. “The Overspill” erscheint dieser Tage in London und auf Soundcloud gab es schon mal das kostenlose Vorchecken.

gefunden bei 20jazzfunkgreats, vorbestellen hier: Upset The Rhythm

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Elizabeth Peyton

Die ersten Takte erinnern an Zebra von Beach House, doch schnell bringt Aly Spaltro aus Portland, Maine – die eigene Farbe an die Wand. Unter dem Moniker Lady Lamb the Beekeeper wird sie nächstes Jahr ihr Debütalbum herausbringen. Dieses Stück Musik hier lässt den Folk weit hinter sich und entwickelt sich zu einem feinen Upbeat Instrumental. Das macht gespannt auf den Longplayer. Ripely Pine kommt nächsten Februar auf Ba Da Bing! Records raus.

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trust, cover sketch  trust, colored Das ist ja nicht mehr neu! Aber immer noch gut. Grund genug also, den Deutschlandvertrieb zum Anlass zu nehmen, auf diese fantastische Goth-Synth-Story nochmal aufzuwärmen. Bis auf zwei, drei Ausfälle ist das Album des Kanadiers unter den Synthie-Nummern des Jahres.

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Stepptanz in den Rock’n'Roll Im ersten Stück packen die Jungs und das Mädel aus Omaha, Nebraska, die Riot-Wut aus und rocken überraschend heftig los. Das wundert, war doch phantasievoller Dream-Pop bisher das Markenzeichnen von «Tilly and the Wall». Doch schon im zweiten Stück drehen sie das Blatt und es geht ohne Hindernisse auf den Tanzboden. Die Vermählung von Rock und Dance schaffte es in den letzten Jahren immer wieder erfolgreich in die Charts. «Tilly and the Wall» nehmen die 2000er Dringlichkeit wieder auf. In Zeiten, in denen verschwurbelte Elektroplatten die Rhythmusabteilung der Clubs beliefern, ist das eine mutige Entscheidung gegen den Zeitgeist. Zwischendurch blitzen ein paar 60er Anleihen auf, denn auch das Retrofieber will befeuert werden. Insgesamt hält das Album, was der Titel verspricht: Die Band steht unter Strom, geht mit vollem Dampf in die nächste Runde. Vor der besinnlichen Weihnachtszeit gibt es mit «Heavy Mood» nochmal ordentlich was auf die Ohren.