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Archive for kultur

Computer Arts - Inspirationen für die Lohnarbeit

Der dtp Weblog - übrigens auch sonst zu empfehlen - gab kürzlich einen netten Link weiter, den ich aufzugreifen mich nicht scheue. Computer Arts - ein Magazin rund um eben Kunst und unsere täglichen Arbeits- und Gestaltungsmittel.

Ich bin flugs mal durch die Tutorials - Überraschung! Letzter Eintrag der ersten Seite: Instant op art. Insgesamt sind dort 57 (!) Tutorials gelistet. Momente später rüber nach In Depth und finde ziemlich gleich einen Artikel über einen Jünger für Schwarz-Weiss-Arbeiten und gleich noch Living in a black and white world gleich hinterher. Zweite Überraschung!!

Zusammengefasst ist das ein mächtiges Konvolut für kommeriell orientiertes Design und Kunst, bei der man erstens nicht weiss, wo anfangen mit dem hineinzoomen und zweitens man kurz geneigt ist, lieber doch umgehend zu verschwinden. Es sieht nach Sog aus und jeder Menge Zeit, die einfach nur im Sich-Treiben-Lassen draufgeht. Und wer hat die schon. Diese Zeit fürs Verschwenden, ohne die Inspiritation fast gar nicht nicht geht.

Cover für Profile: MWM Graphics

via :: Desktop Publishing Weblog

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John Hinde und die Postkarten

Atmosphäre auf Postkartengrösse zu bringen, war das Fachgebiet von John Hinde bzw. von allen Fotografen in seinem Studio. Die Motive fanden sie hauptsächlich und beauftragterweise in britischen Feriencamps. Vornehmlich in Camps von Butlin’s Holiday. Sie waren den Engländern der 60er und 70er ein Begriff und standen für Mittelklasseferien. Das Motto: schöne Ferien bei jedem Wetter, das ja bekanntlich in England seine Tücken haben kann. Das Studio John Hinde liess seine Fotografen aufwendig produzierte Urlaubswelten festhalten. Hier ein Beispiel von Elmar Ludwig (Bulin’s Mosney, The Indoor Heated Pool).

Elmar Ludwig - Bulin’s Mosney, The Indoor Heated Pool

Zum gesamten Werk gibt es ein Buch bei amazon - ›Our true intent is all for your delight. The John Hinde Butlin’s Photographs‹ , dass die Arbeiten zusammenstellt. Reinschauen geht bei Schaden.com.
(gefunden via heading east)

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Aby Warburg und die Erinnerung

Aby Warburg - ein Gelehrter, der nie ein Buch schrieb und auch keinen Lehrstuhl innehatte. Ist ja schon mal grundsätzlich sympathisch. Einige biografische Eckdaten: geb. 1866, aus bürgerlich, jüdischer Kaufmannsfamilie, konservative Erziehung, starb 1929 in Hamburg.
Bekannt von ihm dürfte sein Vortrag “Schlangenritual” über die Pueblo-Indiander in New Mexiko sein. Ausserdem hat er eine irrsinnig umfassende Sammlung über Sternenkunde angelegt. Vieles von ihm ist fragmentarisch und mutet an wie Schnipsel über die Gedanken und Ordnungssysteme eines Menschen, der unglaublich viel wissen wollte. Seine kompletten Sammlungen wurden im Warburg Institute in London zusammengetragen.

Warburg Institute

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Misty Keasler wird unwiderstehlich von Frauen begleitet

Auf AK47.tv fand ich vor einiger Zeit eine Fotoserie, die mich doch länger beschäftigt hat. Sie fotografierte unter anderem Waisenhäuser. All over the world. Und das eindrücklich.

on AK 47.tv i found some time ago a picture set wich occupied me quit some time. Misty Keasler particularely captured orphanages all over the world and she did this very impressive.

Foto
Misty Keasler - Sink room (Big blue orphanage, Tigru Mures, Romania) // her homepage and AK47.tv I found this image.

Mysti-Keasler_sink-room.jpg

Musik
Interessanterweise ist eine gewisse Art sehr dunkler, abgründiger Musik von Frauen nur über einen kurzen Zeitraum erfolgreich gewesen. Passenderweise ist der Eintrage heute ein Nachweis dafür, dass Musik von Frauen mit stark politischer Brisanz oder avantgardistische Brillianz mal sehr erfolgreich war. Oder wo sind ihre Nachfolgerinnen?

its interesting that a specifique kind of very dark, controversive music of women was only for a short time period succesful. this today post comes up with the urgent hint that music by women with a strongly politician tension or avantgardistic brilliance was once very succesful. who is following them today?

Diamanda Galás - Gloomy Sunday (Malediction & Prayer , 2001) // homepage, on mute.com.
Nico - Secret Side (Peel Sessions, 1988) // check out her discography or read more about her
Patti Smith - Ain’t It Strange (Radio Ethopia) // home.
Lydia Lunch - Creatura (Smoke in the Shadows, 2004) // homepage.
Nina Hagen - Wir Leben Immer… Noch (Lucky Number) (Unbehagen, 1988) // das Nina-Hagen-Archive.

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Cristobal Hara schwingt spanisch nach oben aus

Cristóbal Hara zeichnet ein Spanienbild, dass wir nicht in Hochglanzmagazinen sehen. Das wir als Fremde so auch wahrscheinlich nicht kennenlernen werden. Das Spanien jenseits von Barcelona und Madrid ist irgendwie archaisch geblieben, möchte man meinen - nachdem man seine Bilder gesehen hat. Da riecht es förmlich nach Blut, Weihrauch und verbranntem Fleisch. Und doch kommt einem keine Sekunde die Frage in den Sinn, ob die Bilder künstlich oder gestellt sind. Man kann sie förmlich sehen, die Abwehr gegen Neues, sie sind wie omnipräsent - die alten Rituale und ein kompromissloses Festhalten an Traditionen, die so einer wie mich das Fürchten lehren. Und dann bin ich froh, lebe ich nicht in der spanischen Provinz.

Cristobal Hara shows spain like we would not find it in glossy magazines. the spain beyond barcelona and madrid somehow did stay wild. at least it looks like this looking at his pictures. there is the smell of blood, burned flesh and holy water in it. yet there is no doubt about if the pics are artistique or set up on purpose. the refuse against something new is obvious - the old rituals and a hold on to traditions without compromises is almost scaring me. and i have to say i am glad to live not there.

Foto
Cristóbal Hara - Arcos de la Frontera (1997) // see more georgous images via Few is fine or the guest exhibition in Frank Horvat Gallery.

Cristobal-Hara.jpg

Musik
El Canto del Loco - A Contracorriente // visit the band on myspace or on their homepage.
Prefuse 73 - We go our own way (ft Kazu Blonde Redhead) // at myspace or home.
The White Birch - Your Spain (Come Up For Air, 2005) // homepage.

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Morgan Hagar fängt Warenkörbe ein

Morgan Hagar kümmerte sich in einer kürzlich produzierten Serie um die Insignien unserer Kaufkultur. Zu riesigen Einkaufszentren gehören zu gross geratene Einkaufswagen. Doch falsch gedacht, wer da Reichtum denkt, auch wenn diese Dinger vom Überfluss zu künden scheinen. Wo sie rumstehen, ist nicht alles mehr so richtig gut. Sie werden von denen stehengelassen, die es sich nicht mehr leisten können, mit ihnen zum verchromten Jeep zu scheppern. Der Fotojournalist Hagar ist ausgezogen, in Californien (vor allem LA) die Konflikte des menschlichen Miteinanders zu dokumentieren. Eindrücklich geht er für diese Aufgabe zur Sache.

morgan hagar cares in a recently produced episode for the insignis of our shopping culture. huge grocery wagons belong to huge shopping centers. wrong who thinks of wealthiness even if those things seem to speak about it. where they just stand around there is something wrong. people dont carry them to the big jeep because they cannot any longer afford it. the photo reporter hagar is going to document the human conflicts in california (all above LA). impressing what he is doing.

Foto
Morgan Hagar - Shopping Cart No. 16 (Abandoned Shopping Carts, 2006) // see all shopping carts via polar inertia or view other works at the artist’s homepage.

Morgan-Hagar_Abandoned016.jpg

Musik
The Stills - Oh Shoplifter (Without Feathers, 2006) // check the homepage - very nice.
Lily Allen - Nan You’re A Window Shopper (Allright Still, 2006) // you can meet her - here or take a look here.
Bran Van 3000 - More Shopping (Discosis, 2001) // bands home - the latest news aren’t really new. It’s a pity.
Cornershop - Jullandar Shere (6am Jullander Shere Remixes, 1996) // visit cornershop’s homepage. maybe you need a shopping cart. )

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