Die Zeit porträtierte kürzlich die Diplomarbeit einer jungen Absolventin der Fotografie – Johanna Manke. Ein schönes Thema, interessant umgesetzt: Die erste Liebe und wie das für die Jugendlichen war. Und der Projektname klingt gleichfalls originell: “Ich liebe dich, lass mich in Ruhe!” Ich gebe zu, nicht alles aus der Serie gefällt mir gleich gut. Aber dieses mit 01 betitelte Foto finde ich ausgezeichnet. Die Perspektive, die die Fotografin hier einnimmt, setzt jene Distanz zwischen Realtität und Inszenierung am besten frei. Ohne das von der Intensittät jenes Augenblickes etwas verloren ginge.

Johanna Manke - 01

zur Serie // homepage der Fotografin

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Gregory Crewdson - Oak Street (detail)

Einen detaillierten Einblick in die Arbeiten von Crewdson erlaubt derzeit die Aperture Foundation. – Mir persönlich sind seine Inszenierungen inzwischen etwas zu theatralisch aufgetragen und ich warte, wann der Kitsch die beabsichtigten Irritationen dominiert – ganz anders geht es mir mit seinen frühen Arbeiten.

The Gueardian hatte den Künstler mal nach seinem besten Foto befragt und als Antwort dieses hier unten angefügt bekommen. Nachvollziehbar. (zum Interview vom 21. Dezember 2006)

Gregory Crewdson - best shot

Wie gesagt, inzwischen finde ich seine frühen Fotografien interessanter, die mich mehr an Bühne und Theaterinszenierungen erinnern, als seine Hollywood-orientierten Arbeiten. Zum Beispiel Natural Wonder series (1992-1997) oder seine Arbeiten noch während seiner Ausbildung in einer Kleinstadt in New England – bis spätestens der Zeit seiner Twilight-Bilder (wie hier schon erwähnt).

Gergory Crewdson - natural wonder

Gergory Crewdson - Townscape

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Im nagelneuen Fotografieseminar sind Menschenbilder und Posen Thema. Da sind die Tableaux Vivants – lebende Bilder – nicht weit und gleich ganz daneben und ganz aktuell finden sich dann Reenactments. Das ganze verspricht eine spannende Angelegenheit zu werden. Die Literaturliste liest sich wie ein Who-is-who der Porträtfotografie, speziell der inszenierten Fotografie.

Hier eine Übersicht (wie schon bei Künstler und Sammeln) von FotografInnen, die ich in den kommenden Wochen sicher ansprechen werde.

Wolfgang Tillmans Jeroen de Rijke, Willem de Rooij / Junks Cindy Sherman Orlan Bruce McLean Valie Export Arnulf Rainer / Face Farces Claude Cahun Madame Yevonde Man Ray Karl Valentin

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Mit Erwin Olaf lässt sich hervorragend an Gregory Crewdson anknüpfen. Auch Olaf inszeniert seine Fotos. Allerdings holt er hier weniger die dunklen Seiten in uns herauf als vielmehr hält er das Seltsame fest. Das sich schon oder allein im Fotografieren ergibt. Der Moment, der deswegen seltsam erstarrt, weil er als Moment festgehalten wird.

it is tempting to relate Erwin Olaf with Gregory Crewdson. like Crewdson Olaf is arranging his pictures. but he is more going for strange scenes than for the dark sides in us. the moment who looks bizzarre in a frozen way because he is captured as a moment.

Foto Erwin Olaf – The Hairdresser 2 (from the set Rain) // more at Erwin Olaf’s personal portfolio.

TheHairdr_2.jpg

Musik Dabrye – Smoking the Edge (One/Three, Ghostly Records) // you can get it via free music download. Dabrye at myspace.ocm.

+ del.icio.us

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Die Szenarien sind surreal. Das unterschwellige Abseitspotential kommt bei den Bildern von Gregory Crewdson an Licht. Ans Licht meint hier, die scheinbare normale Idylle zeigt ihre finstere Seite, für einen Augenblick. Ein Schelm, wer an David Lynch denken muss. Seine Serie Twilight hält beeindruckende Übungen für diese Art Sehen bereit.

the scenes are surrealisitc. the underneath outside potential appears on the pictures of Gregory Crewdson. the apparently normal bright shows for a moment its dark sides. a rascal who has to think of David Lynch. his episode Twilight is holding impressing exercises for this way of watching. Foto Gregory Crewdson – Untitled (family dinner; Twilight 2001–02) // see more at Luhring Augustine. (via Meet me in Ataxia, Baby)

Gregory-Crewdson_ Untitled-(family-dinner)-2001�02.jpg

Musik The Knife – Forest Families (Silent Shout, 2006) // visit artist’s homepage.

+ del.icio.us

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