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Archive for fotografie

Sabine Wild mit Aufrissen

Eine Ausstellung, die mir um zwei Tage durch die Lappen geht. Schade eigentlich. In Berlin gibt es Fotografien von Sabine Wild zu sehen, die mir via Monitor reichlich interessant erscheinen. Aufriss heisst die Ausstellung und zeigt Ansichten von New York, deren verfremdete Schärfen und Linienbetonungen dem Wesen der Stadt zu entsprechen scheinen. Würde ich gern im Original sehen - aber früher nach Berlin geht leider nicht. In der Galerie en passant kann man ihre Bilder ansehen - noch bis zum 26. April.

Sabine Wild - aus New York V
Sabine Wild - New York V - 1//

Sabine Wild - aus New York III
Sabine Wild - New York III - //

Homepage der Künstlerin
via Avantgarde.

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Vaclav Zykmund als Lichtträger

Auf meiner Reise durch die europäische Avantgarde bin ich gerade in Osteuropa angekommen. Die Russen sind ja relativ bekannt. Für Ungarn, Tschechen, Letten oder Polen sieht die Landkarte aus unserer westeuropäisch geprägten Sicht schon etwas anders aus. Wer kennt schon Václav Zykmund? Eben. Leider habe ich keine weiteren Informationen über ihn gefunden. Deshalb gibt es hier nur ein Selbstporträt von 1937, dass ich aus einem Buch eingescannt habe.
Ist ein schönes Bild für das elektrische Licht, wie es Marshall McLuhan gern gesehen hätte. Auch wenn ich in meinem Untersuchungen immer mehr dahin komme, dem grossen Übervater der Medientheorie widersprechen zu wollen, was die Inhaltslosigkeit elektrischen Lichts betrifft.

Vazlav Zykmund, Self-portrait

aus: Europa, Europa. Das Jahrhundert der Avantgarde in Mittel- und Osteuropa, Bd. 1. Kann ich übrigens nur jedem empfehlen, der oder die ihr Bild der Kunstproduktion und -werke ein wenig ausweiten will.

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Gestern abend im Sihlwald

War eine wunderbare Stimmung und gut, hatte ich mein Stativ dabei.

stimmung im Sihltal

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August Sander und die Menschen

“Das Wesen der gesamten Photographie ist dokumentarischer Art,” (August Sander, 1931).

Das intensive Studium der Fotografie auch seiner Geschichte brachte mich heute zu August Sander und seinen “Menschen des 20. Jahrhunderts”. Noch nie vorher von ihm gehört, war ich umgehend beeindruckt.
1876 geboren - fotografierte er seit den 20er Jahren die Deutschen. Wenn man seine Kontakte kurz ansieht, wird schnell auch eine künstlerische Heimat klar: zum Beispiel Raoul Hausmann (österr. Dadaist) oder Otto Dix (deutscher Expressionist).
1926 gibt er das erste Buch - Antlitz der Zeit - seiner als vollständig geplanten Arbeit “Menschen des 20. Jahrhunderts” heraus. 60 Porträts von Deutschen, das auf eine Weise unprätentiös und ungekünstelt daherkommt. - Sehr im Gegensatz zu einem zu gleicher Zeit fotografierenden Edward Steichen - zum Beispiel. Die Druckstöcke des Buches wurden von den Nationalsozialisten beschlagnahmt vernichtet. Das wundert nicht, wenn man sich seine Porträts ansieht. Keine Beispiele, wie die Ideologen das deutsche Volk gern dargestellt gesehen haben.
Als exemplarisch für seine Porträtfotografie wird schon erwähntes “Menschen des 20. Jahrhunderts” bezeichnet. Es ist wie ein Zeugnis der Weimarer Republik und ein Querschnitt der Gesellschaft.

august-sander-boxer.jpg

august-sander-mechaniker.jpg

Einen guten Einblick in die Fotografie Sanders gibt es bei masters of fine art/photography // Die Photografische Sammlung bzw. augustsander.de

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Bombastischer Gregory Crewdson

Gregory Crewdson - Oak Street (detail)

Einen detaillierten Einblick in die Arbeiten von Crewdson erlaubt derzeit die Aperture Foundation. - Mir persönlich sind seine Inszenierungen inzwischen etwas zu theatralisch aufgetragen und ich warte, wann der Kitsch die beabsichtigten Irritationen dominiert - ganz anders geht es mir mit seinen frühen Arbeiten.

The Gueardian hatte den Künstler mal nach seinem besten Foto befragt und als Antwort dieses hier unten angefügt bekommen. Nachvollziehbar. (zum Interview vom 21. Dezember 2006)

Gregory Crewdson - best shot

Wie gesagt, inzwischen finde ich seine frühen Fotografien interessanter, die mich mehr an Bühne und Theaterinszenierungen erinnern, als seine Hollywood-orientierten Arbeiten. Zum Beispiel Natural Wonder series (1992-1997) oder seine Arbeiten noch während seiner Ausbildung in einer Kleinstadt in New England - bis spätestens der Zeit seiner Twilight-Bilder (wie hier schon erwähnt).

Gergory Crewdson - natural wonder

Gergory Crewdson - Townscape

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Mit Claudio Prc und Laura Letinsky ins Wochenende

Mal wieder in den Club. Dachte ich, als ich heute im Netz diese Musik von zwei Sardiniern fand. Minimaler Techno mit unwiderstehlichem Zug auf die Dielen. Claudio PRC und Schniner haben diese kurze EP Island Disease im letzten Jahr herausgebracht.

Claudio PRC - So Close (Intoxik 2007) // download der EP beim netten Netlabel

Die Fotos sind von Laura Letinsky und passen nicht zur Musik.
Irgend etwas fehlt auf den ihren Fotografien. Kontraste oder Licht, Menschen oder Dinge des Lebens. Manchmal drängt sich alles wo daneben noch viel Platz wäre. Dafür gibt es verlassene Tafeln, leere Zimmer: Meist ist irgendetwas zu hell, überbelichtet. Angetan haben es mir die Fotografien aus Morning and Melancholia (mehr davon in der Edwynn Houk Gallery).

Laura Letinsky

Untitled #18

Laura Letinsky - Associate Professor an der University of Chicago / noch mehr von ihr in der Bulger Calllery.
(via Conscientious)

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