Gemäss meiner Auseinandersetzung mit Licht als Medium (siehe die bedeutsamen Aussagen von McLuhan) liegt es nahe, mal in den Annalen der Kunst zu stöbern, um Künstler bzw. Kunstwerke um und mit Licht herauszufiltern. Ein erstes Überschlagen hat mir gezeigt: da ist endlos schon produziert worden. – Erstaunlich.

Selbstporträt Moholy-NagyEin sehr früher und prominenter Vertreter ist der Ungar Moholy-Nagy, der vom Bauhaus des Martin Gropius inspiriert war(und sowohl in Weimar als auch in Dessau wirkte). 1937 gründete er das New Bauhaus in Chicago. Nach dessen Schliessung 1938 baute er seine eigene Kunstausbildungsstätte auf – das heute einflussreiche Institute of Design (ID)

Bereits 1922 prophezeite Moholy-Nagy in einem Manifest, dass das Licht (elektrisches Licht) eine völlig neuartige Kunst hervorbringen werde. Sein bekanntestes Werk steht in der Sammlung des Busch-Reisinger Museum der Havard University. Der Licht-Raum-Modulator ist ein Komplex von Lichtröhren und Glühlampen, der sich langsam drehte, vor sich hin summte und klickte. Drumherum waren farbige – via Zeitgeber ausgelöste Lichter angeordnet.

Die Lichtsäule dreht sich langsam, während 70 Glühbirnen zu je 15 Watt ein einem Zweieinhalb-Minuten-Zyklus die Skulptur an- oder durch sie hindurchblitzen. 1970 wurde die Arbeit von dem MIT-Ingenier Woodie Flowers in Zusammenarbeit mit dem Kritiker Nan Piene und Sibyl Moholy-Nagy, der Witwe des Künstlers rekonstruiert. (aus Douglas Davis, Vom Experiment zur Idee, DuMont 1975, S. 31)

Lázló Moholy-Nagy, Lichtrequisit einer elektrischen Bühne, 1930. Siehe Moholy-Nagy mit dem Lichtmodulator im Medienkunstnetz; Biografie bei Wikipedia

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Gregory Crewdson - Oak Street (detail)

Einen detaillierten Einblick in die Arbeiten von Crewdson erlaubt derzeit die Aperture Foundation. – Mir persönlich sind seine Inszenierungen inzwischen etwas zu theatralisch aufgetragen und ich warte, wann der Kitsch die beabsichtigten Irritationen dominiert – ganz anders geht es mir mit seinen frühen Arbeiten.

The Gueardian hatte den Künstler mal nach seinem besten Foto befragt und als Antwort dieses hier unten angefügt bekommen. Nachvollziehbar. (zum Interview vom 21. Dezember 2006)

Gregory Crewdson - best shot

Wie gesagt, inzwischen finde ich seine frühen Fotografien interessanter, die mich mehr an Bühne und Theaterinszenierungen erinnern, als seine Hollywood-orientierten Arbeiten. Zum Beispiel Natural Wonder series (1992-1997) oder seine Arbeiten noch während seiner Ausbildung in einer Kleinstadt in New England – bis spätestens der Zeit seiner Twilight-Bilder (wie hier schon erwähnt).

Gergory Crewdson - natural wonder

Gergory Crewdson - Townscape

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Übermorgen beginnt mein nächstes Praxisseminar. Habe mich diesmal für eine älteres Medium entschieden: Fotografie. Menschenbilder und Posen – kurz Porträts – werden das Thema sind. Gibt einen guten Anlass, einen Klassiker der Porträtfotografie zu erwähnen. Richard Avedon. Er hat seinen Vater porträtiert und selbstverständlich sind diese intimen Aufnahmen grossartig.

Titel: Jacob Israel Avedon, Sarasota, Florida, December 19, 1972 //

Richard Avedon - Jacob Israel Avedon, Sarasota, Florida, December 19, 1972

Home von Richard Avedon via Conscientious

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Office2000. Sowas liest sich fast synonym. So als würden in genau diesen Bürohäusern Menschen sitzen, die den lieben langen Tag vor Monitoren sitzen, die jene millionenfach installierte Bürosoftware ausgeben. Welch schöne Eintracht von Form und Inhalt.

Der Schweizer und Wahlkanadier Thomas Kneubühler hat eine Zeitlang Bürohäuser aufgenommen oder Angestellte von Wachschutzfirmen oder Leute, die vor den Monitoren beschäftigt sind.

Foto Thomas Kneubühler – De la série ‘Office 2000′ / via ProjexMtl, Art comtemporain, Montreal

Thomas Kneubuehler - De la serie Office 2000

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Was passiert, wenn man eine Kamera an einem belebten Ort einer grossen Stadt positioniert. Sich unweit davon gemütlich niederlässt und wann immer man es für geboten hält, den Auslöser (samt installiertem Schnellblitz) betätigt? Fotos von Passanten, die sich weiterhin ungestört ihren Gedanken hingeben, weil sie ahnunglos von ihrer Porträtierung nichts mitbekommen.

what happens if you put a camera on a busy place of a big city and from a far distance take pictures of people via a remote control? this results in portraits which become obviously all natural. Foto Philip-Lorca diCorcia – Head #8 (2000) // see other 49 photos by diCorcia via artnet.

philip-lorca-dicorcia-Head8.jpg

Musik In bester Falcett-Manier kommt die revitalisierte Diskomusik auf uns herab. Dank Scissor Sisters dürfen auch solche überdrehten Youngsters wie Mika heran oder die von Giganten beeinflussten Kalifornier.

the revitalisized disco music comes down on us in best falcett-manner. credit to scissor sisters also youngsters like Mika or the by giants influenced californians take their chance. Scissor Sisters – Lights (Ta-Dah, 2006) // visit the website or buy the album via amazon.de. Mika – Love today (Life In Cartoon Motion, 2006) // Mika-space. Under the influence of giants – In the clouds (Under the Influence of Giants, 2006) // home and myspace.

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