Disco kommt ja seit einigen Platten wieder - ich hatte das Thema ja schon. Für den Fall dass Mutti mal wieder mit in den Club will - weil die Musik kennt sie ja, können die Gedächtnislücken unterhaltsam geschlossen werden. - Ich habe mich köstlich amüsiert.
Die Dresden Dolls werden am 20.05. ihr neues Album veröffentlichen und erlauben auf myspace schon mal das Vorhören auf 2 Tracks. Den einen gibts zum Herunterladen und man darf auf den Rest des Albums gespannt sein. Die schrägen Piano-Passagen und die eindringliche Stimme von Amanda Palmer sind auf jeden Fall wieder mit im Spiel. Und diese Mischung aus Punk, Rock und Cabaret ist immer noch deutlich das Programm, dass die beiden auf der Bühne verfolgen.
Der Albumtitel sollte hoffentlich nicht musikalisch Verwirrung stiften - hiess doch das Zweitalbum vor zwei Jahren Yes, Virginia. Und nach einem Blick auf die Labelseite wird denn auch klar. Das hier ist kein neues Studiumalbum (im weitesten Sinne) - eher so eine Sammlung unveröffentlicher Songs, mit der der Virginia-Zyklus zu seinem Ende kommt. Sollte den beiden das Pulver für neues Material ausgegangen sein, dass nach zwei Jahren bereits Bestehendes neu aufbereitet wird? - Das will ich mal nicht hoffen.
Heimliche Helden wie diese mental überstürzten Jungs mit den Tiermasken machen selbst dann kaum was falsch, wenn ihre Musik sich mal stärker als sonst an den Pop anlehnt. Ein bisschen. Nachdem ihr letztes Album Strawberry Jam bei mir mit schwerer Rotation lief, wird das ganz offensichtlich mit dem Nachfolger nicht anders sein. Schön ist das, wenn Dinge so bleiben wie sie sind, ohne das hier von Stillstand die Rede ist.
10. Mai, 2008 um 13:14 ·
Kategorien: live, musik ·
Autor: Renée Schauecker ·
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Jamie Stewart hat wieder alles gegeben. Das wäre eine erste und kurze Zusammenfassung. Leider kann man das von Lauren Andrews - seiner musikalischen Partnerin - nicht behaupten. Und da bin ich auch schon mitten im Wehrmutstropfen, den ich dem Konzert letzten Freitag im Magnet-Club (Berlin) attestieren muss. Selten ist mir jemand auf der Bühne so uninspiriert und gelangweilt vorgekommen. Zuweilen hätte ich ihr hin und wieder am liebsten zugerufen, sie solle doch einfach mal ne Pause machen. Denn der Rest der Band - natürlich den Leader eingeschlossen - war richtig bei der Sache. Beim Tour-Schlagzeuger musste man sogar richtig Angst haben, sein Equipment übersteht den Auftritt nicht. Also schön laut das Ganze. Und dazwischen die Xiu-Xiu-typischen Abbrüche im Noise-Universum. Flüstern, Hauchen, Beben - nur um im nächsten Moment noch stärker auszubrechen. Und weil ich es verpasst hatte, mir meine Ohrenschützer zu installieren - und das erst bemerkte, als ich dann schon in der dritten Reihe vor der Bühne stand - (hinter mir alles dicht) - darf ich behaupten, dass an meinen Trommelfellen die volle Ladung Krach ungebremst passieren durfte. Gefühlte Stärke 8 bis 10 (mal von den fast stillen Momenten abgesehen.)
10. Mai, 2008 um 11:38 ·
Kategorien: musik ·
Autor: bhlogiston ·
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ein weiteres Mal als geschmacksichere Pop-Apologeten. Man hätte diesen Remix so gut wie sicher vorhersagen können. Anyway. Den Rehab-Hit von Frau Winehouse nochmal anzufassen, ist nicht die schlimmste Sünde, die man begehen kann. Aber ich finde immer noch das Original um Längen besser - und die Vocal-Variante (auch von Hot Chip) ist irgendwie konsequenter. Pitchfork hat den Mix freundlicherweise zur Verfügung gestellt.