Heute gehe ich hier mal in eigener Sache zu Werke. Ab 18h werden ZHdK-weit die Bachelor-Ausstellungen eröffnet. Eine Woche nach den Diplomanden kommen also die dreijährigen zum Zuge. Natürlich kann man nicht auf allen Hochzeiten tanzen – und deshalb bewerbe ich hier mal ausdrücklich unsere DMK-Ausstellung. Die Bildenden Künste, Fotografen und Neuen Medien (jetzt Medialen Künste) haben sich zusammengeschlossen und stellen am Sihlquai 125 aus – im ganzen Haus.

Die eigene Abschlussarbeit ist auch dabei. Für die Wiedererkennung stelle ich mal einen Schnappschuss vom Projekt hierher, falls Zürcher hier mitlesen und abends doch vorbeikommen wollen. (noch ein Link von meinem Heimatinstitut, falls es Schwierigkeiten mit dem Adressefinden gibt.)

Videostill

Das Projekt ist in der Hauptsache ein 17-minütiges Video. Die Installation wird durch ein Reissbrett vervollständig auf dem 32 kleine Tafeln mit Posen aus Business, Sport, Mode und Politik aufgehängt sind. – Das Thema kommt aus einem praxisorientierten Seminar, in dem es in den letzten vier Monaten um genau das ging: Körper, Bilder und Posen. Ich bin natürlich ziemlich auf die Reaktionen gespannt. – Und ich freue mich auf eine Abschlussparty, die nicht nur die vier Studienbereiche gemeinsam bestreiten (ich habe die Theorie noch nicht genannt) – was ja selten genug vorkommt. Mit einigen der Ausstellenden werde ich dann ab September die Ateliers unseren ersten Master-Studienganges in Fine Arts teilen.

Zur Feier des Tages gibts noch Musik von meiner derzeitigen Discolieblingscombo. Auf betterPropaganda steht mal wieder ein Track zum Herunterladen bereit, den ich mir hierüberhole. Und weil es als Gegenstück so schön trocken ist – lege ich dem Supermayer sein Two of Us nach (wo dem seine Einheit ja ein Zweiheit ist.) Super!

Hercules and Love Affair – Hercule’s Theme (Hercules and Love Affair, 2008) // artists // label :: DFA Supermayer – Two of Us (Save the world, 2007) // artist // label :: Kompakt // betterPropaganda

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Flyer zur BA-Ausstellung – den ich persönlich so dämlich finde wir nur was. Aber das ist eine andere Geschichte.

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Öhhhhh – gerade habe ich gesehen: gestern gab es eine runde Zahl. 40’000 Besuche auf diesem Blog. Und das 60ste Feed-Abo. Dankeschön! Und dafür eine ans Herz gehende Singer-Songwriter-Geschichte von Okay. Klingt ein bisschen wie der Bruder der CocoRosies. Die kommen deswegen gleich noch hinterher. Okay – My (Huggable Dust, 20.05.2008) // label :: Absolutly Kosher // via betterPropaganda CocoRosie – Rainbowarriors (The Adventures of Ghosthorse and Stillborn, 2007) // website // label :: Touch and Go Records // betterPropaganda

Cover - The Adventures of Ghosthorse and Stillborn

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Neuigkeiten von der Pop-Ost-Küste. French Kicks aus NY legen Musik auf, die stark an die letzten Tage der 60er der Westküste erinnert, sprich Beach und Boys (Chorus) oder Bee Gees (Melodien). Und da sind sie derzeit ja nicht die einzigen. Aber eine der wenigen, die dem damaligen Sound eigenes hinzuzufügen haben. Zum Beispiel ein verspieltes hawaiian-mässig angehauchte Seitenspiel in Carried Away und Said So What. Oder der doch zuweilen eigentümliche und an Archticture in Helsinki erinnernde Gesang – auch wenn er obenrum immer schon Nähe Barry Gibb bleibt.

french-kicks-cover.jpgIhr neuestes Album Swimming erschien dieser Tage und die Jungs haben freundlicherweise ihre Spuren auf betterPropaganda hinterlassen. Und noch generöser: auf IMEEM darf das gesamte Album vorprobiert werden – für eine limitierte Zeit! Wird hiermit also dringlich empfohlen.

French Kicks – Abandon (Swimming, 22.5.2008) // artist home // label :: Startime International Records // betterPropaganda

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22:00 Man schaut das ja nur, um den MitbewohnerInnen nicht den Spass zu verderben. Klar. Ich frage mich inzwischen, ob diese Musik Osteuropas Rache für den EU-Beitritt ist. Oder was soll man von dieser Ansammlung niveaulosen Liedgutes halten. Pathos und Kitsch völlig von der Rolle gelassen. Und da heisst dann, es wird der europäische Geschmack gekürt. (Über dieses von den Westeuroäern geschmähte Voting-Procedere, bei dem sich Ost- und Westeuropa geschmäcklerisch auseinanderdividieren, will ich hier gar nicht reden.) Wer diesen Wettbewerb gewinnt, ist mir herzlich egal. Man kann nur allen Radiohörern wünschen, die um Argovia oder Radio 24 nicht herumkommen, es mögen diejenigen gewinnen, bei dem einem nicht nach dem dritten Mal nicht Tötungsphantasien anfallen. Frankreich wäre für mich dieses Jahr heissester Anwärter auf den Titel unauffälligster Vortrag. Mal abgesehen von den bärtigen Backing-Vocals. Die waren sogar ‘ne Wucht und leider zu wenig im Bild. Auch sonst war der Vortrag angenehm von Ironie begleitet. – Da darf ich kurz anmerken. Hier bei uns lief der österreichische Kommentar – eine Prise wienerischer Humor ist immer noch besser als das, was bei den Deutschen läuft. Da ist der Abend gleich doppelt schlimm – und die eidgenössischen Kommentare sind leider wie eingeschlafene Füsse.

23:00 Wie es aussieht, gewinnt eines dieser Bunnys, die nicht tanzen können, nicht zu singen vermögen und eigentlich auch keine Ausstrahlung haben. Dafür wie blöde ins Microfon kreischen und ihre Titten unter ein bisschen Tüll hin- und herschaukeln. Auf vordersten Plätzen Griechenland mit einer unglaublich schlechten Britney-Spears-Kopie. Zur Zeit pendeln sich die gleichfalls blöden No Angels am Ende der Skalea mit Null Punkten ein. Ich will ja nicht schadenfroh sein, aber sollte sich am Ende herausstellen, dass diese 4 Damen leer nach Hause fahren, dann geht ja vielleicht noch der Kelch einer Reunion an uns vorüber. Wäre ja nicht das schlechteste Ergebnis. Upps. Bulgarien hat die No Angels gerade vor einem Desaster gerettet. Schade eigentlich.

23:30 Was mich etwa zum Zwischenstand mächtig beunruhigt. Es sieht nach einem Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen Griechenland und Russland aus. Nicht auszudenken, wenn der Russe gewinnt. Nicht nur was das einer der geschmacklosesten Vorträge heute abend. Man darf sich heute schon vorstellen, wie im nächsten Jahr sämtliche sicheren Anwärter sich auf einen von Timbaland produzierten Track verlassen. Schlimmschlimm.

23:40 Muss man eigentlich bei solch einer Veranstaltung annehmen, dass sich hier regelmässig schlechter Geschmack durchsetzt? Das ganze Ding ist eine einzige Ansammlung von Musik, die diesen Namen ja kaum verdient. Wir hätten hier unsere Stimme allesamt Frankreich gegeben. Sagte ich ja schon. Und wir hatten gleichzeitig gewettet, dass das nicht den Geschmack der Osteuroäer trifft. Das hat wohl was mit unterschiedlichem Verständnis von Humor in der Popmusik zu tun.

00:01 Russland scheint nicht mehr aufzuhalten. Leider nimmt die Nummer mit Timbaland doch Formen an.

00:05 And the Winner is: Russia. Das wird ja ne feine Sache nächstes Jahr dann. In Moskau.

Die grossen westeuropäischen Nationen serbeln alle am Ende der Veranstaltung herum. Grossbritannien das Schlusslicht, dicht gefolgt von Deutschland (vorletzte). Die weiteren hinteren Plätze belegen Frankreich und Spanien.

Bildquelle: www.rp-online.de

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Manchmal machen Postboten besonders glücklich. Dabei sah das heute gar nicht so aus. Das erste Couvert war die Mahnung für die anstehenede Steuererklärung. Bäh! Aber Brief Nummer zwei – der war es dann. Die Nachricht der Zürcher Hochschule der Künste, dass meiner Masterbewerbung die Aufnahme folgt. Ab September gibt es dann Kunstausbildung Teil 2. – Ich bin sehr glücklich.

Offizieller Titel der Ausbildung: Master of Arts in Fine Arts – klingt irgendwie etwas umständlich. Sei’s drum. Das fühlt sich an wie eine grosse Belohnung. Nicht wegen der eingereichten Arbeiten, vielmehr wegen der Ausbildung vorher. Da musste man ja doch den einen oder anderen Widerspruch seitens Lehrpersonal aushalten und “konstruktiv” umsetzen. Jetzt – so kommt es mir vor – jetzt kann ich so richtig ran an den Speck. Aufs eigene Gaspedal treten sozusagen. – Und eben darauf freue ich mehr recht ungezügelt. Zur Feier des Tages machen mirThe Kills den nicht 100%-passenden Kommentar.

The Kills – Cheap and Cheerful (Midnight Boom, 2008) // artist // label :: Domino // via betterPropaganda

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