Samstag stand gross Luzern auf der Agenda – genauer gesagt Fumetto, der Schweiz grösstes Comic-Festival. Auf die Gefahr hin, dann doch zu müde zu sein, hatte ich es auf die Zeit nach der Bewerbungsprozedur gelegt. Boris Hoppek - Keine KonventionenAber hat ja geklappt. Ist eigentlich immer ein inspirierender Anlass – so auch dieses Jahr: und einziger, gleichfalls alljährlicher Wehrmutstropfen – das Budget ist danach immer überzogen (obwohl kontinuierlich aufgestockt) – mindestens ein neues Comicbuch ist immer nicht eingeplant.

Zum Beispiel hatte ich Boris Hoppek immer eher als Produzent von Jö-Puppen in Erinnerung. Die Bimbo-Sachen waren bisher nicht real zu mir vorgedrungen. Bis jetzt eben. Eine schöne Anspielung gab’s für die Schweiz. Ein überlebensgrosses Schaf aus dem es hintenrum stark nach echtem Schafsmist roch. Wenn man des Artists Vorliebe für Themen wie Rassismus kennt, wird man da nicht viel falsch verstehen können.

Einen der Highlights – wie das Werk von Christroph Blaint – habe ich mir geschenkt. Erstens nicht so vollständig meine Tasse Tee und zweitens war es mir zu voll. Der Künstler signierte, die Fans umringten ihn. Dafür war es schon toll, Igort im Original zu sehen. Wie bei jedem Fumetto könnte ich mit der Nase immer auf den Glasplatten kleben, unter denen Entwürfe zu sehen sind. Es fasziniert immer wieder neu, wieviele Stationen es braucht, bis so ein Comic dann seine endgültige Form angenommen hat.

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black box für die Masterbewerbung

Ist ja immer etwas aufreibender als der sonstige Alltag, wenn man eine Bewerbung für den nächsten Studiengang abgibt. So geschehen am Freitag für den Master in Fine Arts an der Zürcher Hochschule der Künste. – In diesem schwarzen flachen Ding – selbstgebaut, da kenn ich nix – befindet sich eigentlich gar nichts dramatisches. Eine simple CD.

Allerding – musste ich doch kurz vor Schluss noch die kleine Hürde Offline-Version eines PHP- und scriptlastigen Portfolios nehmen. War eine mittlere Katastrophenüberraschung, was ich 3 Stunden vor Abgabetermin auf der Homepage las – dabei wollte ich eigentlich nur nachschlagen, wohin genau ich meine Webadresse schicken müsste. Denkste Webadresse: CD oder DVD oder ne Mappe wie aus dem richtigen Leben. Also noch googlen, Site herunterladen – scriptfähig brennen, versteht sich usw. – Eben noch eine kleine Aufregung, weil ich mal wieder nicht rechtzeitig genau genug gelesen hatte. <G>

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portishead - third CoverSeit kurzem gibt es das neue Album von Portishead als kostenlosen Stream bei imeem.com. (Offiziell dürfte das erst ab Morgen möglich sein und auch erst auf Last.fm) Habe es mir eben angehört. 10 Jahre auf ein Album warten – da kann man sich schon mal schnell die Zeit mit anderen Bands vertreiben. Aber jetzt sind sie zurück. Mit Pauken und Trompeten – könnte man sagen. Auch wenn keine drauf sind. – Und ich muss sagen. Vielen knüpft nahtlos an – und vielem merkt man das Soloprojekt von Beth Gibbons an. Ist ok.

Grosses Ah und grosses Oh kommt von mir für We carry on. Ist für mich der beste Song des Jahres. Bis jetzt. Was für ein abgründiges Grollen. Was für Grummeln wie am Ende einer Welt, die es gottseidgedankt nie gegeben hat. – Als wär das Stück Programm für Portishead. Und Machine Gun macht da gleich weiter. Überhaupt gibt es keinen Aussetzer auf Third. Fazit Schon nach dem ersten Durchhören gehen die 10 Jahre klar. Oder anders gesagt, gibt es so manche Band, da hätte man lieber 10 Jahre auf das nächste Album gewartet. Angeblich um dem massiven illegalen Download zu verhindert, hat sich das Label überlegt, das Album komplett als Stream zum Vorhören anzubieten. – Ob’s hilft, kann ich mir kaum vorstellen. Aber der Service verdient eine Erwähnung. Immerhin habe ich mir auf diese Weise meinen Einblick verschafft. Ab 25. April ist dann der Handel am Zug. Ich hoffe das Teil kommt auf Vinyl.

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Die Zeit porträtierte kürzlich die Diplomarbeit einer jungen Absolventin der Fotografie – Johanna Manke. Ein schönes Thema, interessant umgesetzt: Die erste Liebe und wie das für die Jugendlichen war. Und der Projektname klingt gleichfalls originell: “Ich liebe dich, lass mich in Ruhe!” Ich gebe zu, nicht alles aus der Serie gefällt mir gleich gut. Aber dieses mit 01 betitelte Foto finde ich ausgezeichnet. Die Perspektive, die die Fotografin hier einnimmt, setzt jene Distanz zwischen Realtität und Inszenierung am besten frei. Ohne das von der Intensittät jenes Augenblickes etwas verloren ginge.

Johanna Manke - 01

zur Serie // homepage der Fotografin

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Hach – dafür liebe ich das Netz und Youtube und alle anderen auch. Das man sowas findet überhaupt – und das einem den noch jungen Abend so versüsst. Gleich bin ich weg, Sushis vertilgen. Aber bis dahin nochmal und nochmal und nochmal. Und dann sage ich noch. Mark E. Smith in neu: Von Südenfed. Superplatte. Muss ich gleich noch das Vinyl auf den Plattenteller legen und dann ich bin ich so richtig in Stimmung für die japanischen Röllchen. <G>

Von Südenfed – Slow Down Ronie (Tromatic Reflexxions, 2007) // myspace // label:: Domino Rcords // wie so oft via betterPropaganda

via Conscientious

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