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Archive for April, 2008

Und fertig ist die Masterbewerbung

black box für die Masterbewerbung

Ist ja immer etwas aufreibender als der sonstige Alltag, wenn man eine Bewerbung für den nächsten Studiengang abgibt. So geschehen am Freitag für den Master in Fine Arts an der Zürcher Hochschule der Künste. - In diesem schwarzen flachen Ding - selbstgebaut, da kenn ich nix - befindet sich eigentlich gar nichts dramatisches. Eine simple CD.

Allerding - musste ich doch kurz vor Schluss noch die kleine Hürde Offline-Version eines PHP- und scriptlastigen Portfolios nehmen. War eine mittlere Katastrophenüberraschung, was ich 3 Stunden vor Abgabetermin auf der Homepage las - dabei wollte ich eigentlich nur nachschlagen, wohin genau ich meine Webadresse schicken müsste. Denkste Webadresse: CD oder DVD oder ne Mappe wie aus dem richtigen Leben. Also noch googlen, Site herunterladen - scriptfähig brennen, versteht sich usw. - Eben noch eine kleine Aufregung, weil ich mal wieder nicht rechtzeitig genau genug gelesen hatte. <G>

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Wir machen weiter - Portishead

portishead - third CoverSeit kurzem gibt es das neue Album von Portishead als kostenlosen Stream bei imeem.com. (Offiziell dürfte das erst ab Morgen möglich sein und auch erst auf Last.fm)
Habe es mir eben angehört. 10 Jahre auf ein Album warten - da kann man sich schon mal schnell die Zeit mit anderen Bands vertreiben. Aber jetzt sind sie zurück. Mit Pauken und Trompeten - könnte man sagen. Auch wenn keine drauf sind. - Und ich muss sagen. Vielen knüpft nahtlos an - und vielem merkt man das Soloprojekt von Beth Gibbons an. Ist ok.

Grosses Ah und grosses Oh kommt von mir für We carry on. Ist für mich der beste Song des Jahres. Bis jetzt. Was für ein abgründiges Grollen. Was für Grummeln wie am Ende einer Welt, die es gottseidgedankt nie gegeben hat. - Als wär das Stück Programm für Portishead. Und Machine Gun macht da gleich weiter. Überhaupt gibt es keinen Aussetzer auf Third. Fazit Schon nach dem ersten Durchhören gehen die 10 Jahre klar. Oder anders gesagt, gibt es so manche Band, da hätte man lieber 10 Jahre auf das nächste Album gewartet.
Angeblich um dem massiven illegalen Download zu verhindert, hat sich das Label überlegt, das Album komplett als Stream zum Vorhören anzubieten. - Ob’s hilft, kann ich mir kaum vorstellen. Aber der Service verdient eine Erwähnung. Immerhin habe ich mir auf diese Weise meinen Einblick verschafft. Ab 25. April ist dann der Handel am Zug. Ich hoffe das Teil kommt auf Vinyl.

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Johanna Manke ist der ersten Liebe auf der Spur

Die Zeit porträtierte kürzlich die Diplomarbeit einer jungen Absolventin der Fotografie - Johanna Manke. Ein schönes Thema, interessant umgesetzt: Die erste Liebe und wie das für die Jugendlichen war. Und der Projektname klingt gleichfalls originell: “Ich liebe dich, lass mich in Ruhe!”
Ich gebe zu, nicht alles aus der Serie gefällt mir gleich gut. Aber dieses mit 01 betitelte Foto finde ich ausgezeichnet. Die Perspektive, die die Fotografin hier einnimmt, setzt jene Distanz zwischen Realtität und Inszenierung am besten frei. Ohne das von der Intensittät jenes Augenblickes etwas verloren ginge.

Johanna Manke - 01

zur Serie // homepage der Fotografin

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Mark E. Smith in ganz ganz jung

Hach - dafür liebe ich das Netz und Youtube und alle anderen auch. Das man sowas findet überhaupt - und das einem den noch jungen Abend so versüsst. Gleich bin ich weg, Sushis vertilgen. Aber bis dahin nochmal und nochmal und nochmal. Und dann sage ich noch. Mark E. Smith in neu: Von Südenfed. Superplatte. Muss ich gleich noch das Vinyl auf den Plattenteller legen und dann ich bin ich so richtig in Stimmung für die japanischen Röllchen. <G>

Von Südenfed - Slow Down Ronie (Tromatic Reflexxions, 2007) // myspace // label:: Domino Rcords // wie so oft via betterPropaganda

via Conscientious

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Armand Schulthess und die Lebensbibliothek

aus einem Buch von Schulthess
via Film-Schlumpf

Im letzten Semester machte uns Peter Radelfinger auf Armand Schulthess (19.1.1901 Neuchâtel - 29.9.1972 Auressio) aufmerksam. (Darauf hatte ich schon hingewiesen.) Danach hatte ich mal rumgefragt, wer den kennt. Aus meinem Bekanntenkreis konnte sich mal einer ein ‘Ähm, schon mal gehört - aber grad fällt mir der Zusammenhang nicht ein’ abringen. Leider ist das so. Denn was der Mann geschaffen ist, ist sowohl künstlerisch als auch medientheoretisch spannend. Die häufigsten Stichworte sind vielleicht Einsiedler und Sonderling. (Ich habe leider kein Foto von dem Manne finden können. Hätte mich interessiert, wie er ausgesehen hat.)

Man könnte ihn als Aussteiger bezeichnen. Da wird der Mann 50 und sagt seinem Beamtenberufsstand Adieu und kauft sich ein Waldgrundstück im Tessin. Richtet sich ein und kapselt sich ab, um “einen völlig neuen Lebensabschnitt zu beginnen”. So weit, so gut. Nach und nach kaufte er angrenzende Grundstücke dazu und wozu? Um ein riesiges Areal assoziativer Objekte miteinander zu verknüpfen. Sein Grundstück wird eine in Objekten angelegte Enzyklopädie. Es ging ihm um nicht weniger, als das (sein) Wissen der Welt zusammenzulegen. An Bäumen befestigte er die beschrifteten Deckel von Konservendosen (wie im Bild unten zu sehen). Sein Haus wird eine Bibliothek mit vollständig von ihm angelegten Bänden zusammengetragenen Wissens. Er malte nicht, sondern schrieb aus Zeitungen ab, was ihn interessierte und fügte diese Ausschnitte neu zusammen. Er klassifizierte, was er fand und klebte es in Bücher oder hängte es in die Bäume seines Grundstückes. Auf diese Weise entstanden ein nach Themen geordneter Park, der ein irrsinniger Fundus an zeitgenössischem, vor allem medialem Status Quo hätte werden können.

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Neues mit Tilly und der Wand

tilly blog cover

Omaha-Pop - den gibt’s mit Tilly & the Wall - und das Label hält eine Hörprobe vom neuen Album bereit. Das ist freundlich und macht vor allem gespannt auf den Sommer, Juni - um genau zu sein. Ich hatte mir ja abgewöhnt, diese Töchter Nebraskas in voller Albumlänge zu hören. Jetzt verspricht das Label, diesmal würde es experimenteller zugehen, als auf den ersten beiden Alben. Das lässt aufhorchen.
Fürs erste kommt hier eine Ladung Pop um die Ecke, als hätten sie alle gerade eine Fassbrause gezischt, nach einem langen Ritt durch die Wüste. Noch nicht wirklich experimentell. Aber sommerlich. Das kann man ja irgendwie brauchen bei diesem April.

Tilly & the Wall - Cacaphony (O, Release 17. Juni) // Tilly’s Home // label:: Team Love

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