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Archive for März, 2008

Oster-Flow mit Tin Soldier

Cover Tin Soldier - Digital DecisionsTin Soldier - sagte mir bisher rein gar nichts. Bis heute morgen. Unentschiedenes Surfen durch das Internet Archive. Dieser zufällige Fund hat seitdem die Rotation bei Winamp nicht mehr verlassen. Mir ist selten Hip-Hop mit Elektronik so entspannt verbandelt worden. Und da fällt mir ein, ich muss unbedingt in das neue Buck-Album reinhören. Was ich bisher in einschlägigen Blogs las, hört sich sehr vielversprechend an.

Gleich der Opener So What gibt den Entspannungstarif durch, der in schöner Regelmässigkeit von jedem zweiten Titel aufgegriffen wird. Die Stücke dazwischen sorgen für die nötige Abwechslung. Lazy, dry, catchy, blandly … Tin Soldie’s Debüt ist von Ben Banyard auf Random Flow veröffentlicht worden. Freundlicherweise dürfen wir uns kostenlos daran erfreuen.

Tin Soldier - So what (Digital Decisions, November 2007) // [rfl001] - oder Tin Soldier bei myspace.
Das gesamte Album steht im Archive zum Herunterladen parat.

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In Memoriam Arthur C. Clarke

Arthur C. Clarke 2004Arthur C. Clarke starb gestern früh im stolzen Alter von 90 Jahren. Für mich war der Autor einer der wichtigsten Schnittstellen zwischen Technologie und Literatur - über 100 Werke verzeichnet sein Œuvre. Als einer der vehementesten Verfechter wissenschaftlichen Fortschrittes gilt er dem Spiegel sogar als Vater der Science Fiction. Das würde ich jetzt nicht unterschreiben, sondern eher Jules Verne für diesen Titel vorschlagen.
Dem britische Autor hatten es vor allem die Errungenschaften der Raumfahrt angetan. Sein bekanntestes Werk dürfte die Roman 2001: Odyssee im Weltraum gewesen sein. Er war die Vorlage für Stanley Kubricks gleichnamiges Meisterwerk von 1968.

aus Odyssee im Weltraum

Daneben gehören seine drei Axiome zu den meistzitierten Sätzen aus der Science-Fiction-Literatur. Für mich persönlich ist vor allem das dritte von grösstem Interesse. Immerhin ist es ein bisschen Schuld daran, dass ich jetzt nochmal an der ZHDK Mediale Künste studiere. Ausserdem verbindet es mein Interesse an den Medien und mein Studium der Religionswissenschaften aus meinem ersten akademischen Leben.

  1. „Wenn ein angesehener aber älterer Wissenschaftler behauptet, dass etwas möglich ist, hat er mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit recht. Wenn er behauptet, dass etwas unmöglich ist, hat er höchstwahrscheinlich unrecht.“
  2. „Der einzige Weg, die Grenzen des Möglichen zu finden, ist ein klein wenig über diese hinaus in das Unmögliche vorzustossen.“
  3. „Jede hinreichend fortschrittliche Technologie ist von Magie nicht zu unterscheiden.“

Siehe mehr zu den Clarkschen Gesetzen bei Wikipedia.
(Odyssee-Foto via IMDB)

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Marshall McLuhan

marshall mcluhanAuf meinem Weg durchs Netz um einige Informationen zu McLuhan zu finden, bin ich auf diese Seite aus Toronto gestossen. Für den einfachen und ersten Überblick ist das sicherlich eine gute Adresse. Der Sitz in Toronto verrät natürlich die Nähe zum Medientheoretiker. Deshalb darf hier wenig an kritischer Auseinandersetzung erwartet werden. Aber eben - für den Einstieg und einen Überblick über die Thesen von Marshall McLuhan und eine Einführung in seine Hauptwerke kann ich die Seite nur empfehlen.

Marshall McLuhan - ein Projekt von Isabel Morisse und Uwe Lehmann
McLuhan bei Wikipedia

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Cassettes Won’t Listen kann man hören

Cover - Cassettes wont listenSeltsamer Bandname - aber weil das Stück trotzdem oder erst recht nett ist - und weil zum erlaubten Herunterladen explizit eingeladen wird - gibts das heute hier bei mir zu hören:

Cassettes Won’t Listen - Paper Float (Scott Thorough Remix) (Small -Time Machine, Dope Lotus Records) // das gesamte Album wird beim bekannten Online-Händler vertrieben.

via betterPropaganda

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Gestern abend im Sihlwald

War eine wunderbare Stimmung und gut, hatte ich mein Stativ dabei.

stimmung im Sihltal

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August Sander und die Menschen

“Das Wesen der gesamten Photographie ist dokumentarischer Art,” (August Sander, 1931).

Das intensive Studium der Fotografie auch seiner Geschichte brachte mich heute zu August Sander und seinen “Menschen des 20. Jahrhunderts”. Noch nie vorher von ihm gehört, war ich umgehend beeindruckt.
1876 geboren - fotografierte er seit den 20er Jahren die Deutschen. Wenn man seine Kontakte kurz ansieht, wird schnell auch eine künstlerische Heimat klar: zum Beispiel Raoul Hausmann (österr. Dadaist) oder Otto Dix (deutscher Expressionist).
1926 gibt er das erste Buch - Antlitz der Zeit - seiner als vollständig geplanten Arbeit “Menschen des 20. Jahrhunderts” heraus. 60 Porträts von Deutschen, das auf eine Weise unprätentiös und ungekünstelt daherkommt. - Sehr im Gegensatz zu einem zu gleicher Zeit fotografierenden Edward Steichen - zum Beispiel. Die Druckstöcke des Buches wurden von den Nationalsozialisten beschlagnahmt vernichtet. Das wundert nicht, wenn man sich seine Porträts ansieht. Keine Beispiele, wie die Ideologen das deutsche Volk gern dargestellt gesehen haben.
Als exemplarisch für seine Porträtfotografie wird schon erwähntes “Menschen des 20. Jahrhunderts” bezeichnet. Es ist wie ein Zeugnis der Weimarer Republik und ein Querschnitt der Gesellschaft.

august-sander-boxer.jpg

august-sander-mechaniker.jpg

Einen guten Einblick in die Fotografie Sanders gibt es bei masters of fine art/photography // Die Photografische Sammlung bzw. augustsander.de

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