Der dtp Weblog – übrigens auch sonst zu empfehlen – gab kürzlich einen netten Link weiter, den ich aufzugreifen mich nicht scheue. Computer Arts – ein Magazin rund um eben Kunst und unsere täglichen Arbeits- und Gestaltungsmittel.

Ich bin flugs mal durch die Tutorials – Überraschung! Letzter Eintrag der ersten Seite: Instant op art. Insgesamt sind dort 57 (!) Tutorials gelistet. Momente später rüber nach In Depth und finde ziemlich gleich einen Artikel über einen Jünger für Schwarz-Weiss-Arbeiten und gleich noch Living in a black and white world gleich hinterher. Zweite Überraschung!!

Zusammengefasst ist das ein mächtiges Konvolut für kommeriell orientiertes Design und Kunst, bei der man erstens nicht weiss, wo anfangen mit dem hineinzoomen und zweitens man kurz geneigt ist, lieber doch umgehend zu verschwinden. Es sieht nach Sog aus und jeder Menge Zeit, die einfach nur im Sich-Treiben-Lassen draufgeht. Und wer hat die schon. Diese Zeit fürs Verschwenden, ohne die Inspiritation fast gar nicht nicht geht.

Cover für Profile: MWM Graphics

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ebony cuts homepge

Bandbreite ist heutzutage zu gut wie kein Problem mehr. Musik während des Arbeitens direkt aus dem Netz hören ist inzwischen fast unterbrechungsfrei. Das ist gut so, denn Ebony Cuts wären nicht Ebony Cuts, wäre das anders. Dabei ist Disco für mich eigentlich ein recht ambivalentes Ding zwischen verwundertem Zweifeln, wie so was länger als eine halbe Stunde funktioniert und ehrfürchtigem Staunen über den Einfallsreichtum, den charttaugliche Popmusik einmal hatte. – Sei’s drum.

Allen, denen etwas an gutmütgier Unterhaltung liegt, denen seien die discoorientierten Mix von Gloria und Cuebism ans funkverwöhnte Herz gelegt. Es warten ein prallgefülltes Archiv und eine Menge Überraschungen auf die geneigten HörerInnen. Mit jedem neuen Mix fällt ein alter aus dem Archiv heraus. Ein Grund mehr, regelmässig vorbeizugehen und die Mixe zu hören oder mitzunehmeh. Denn die stehen vollständig und unbeschränkt zum Herunterladen bereit. – Einziger Wehrmutstropfen sidn die Playlists; die fehlen leider. Oder ich kann sie einfach nicht finden. Manchmal wäre es schon super, das verwendete Material nachzuschlagen zu können.

Ebony Cuts

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Im nagelneuen Fotografieseminar sind Menschenbilder und Posen Thema. Da sind die Tableaux Vivants – lebende Bilder – nicht weit und gleich ganz daneben und ganz aktuell finden sich dann Reenactments. Das ganze verspricht eine spannende Angelegenheit zu werden. Die Literaturliste liest sich wie ein Who-is-who der Porträtfotografie, speziell der inszenierten Fotografie.

Hier eine Übersicht (wie schon bei Künstler und Sammeln) von FotografInnen, die ich in den kommenden Wochen sicher ansprechen werde.

Wolfgang Tillmans Jeroen de Rijke, Willem de Rooij / Junks Cindy Sherman Orlan Bruce McLean Valie Export Arnulf Rainer / Face Farces Claude Cahun Madame Yevonde Man Ray Karl Valentin

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Übermorgen beginnt mein nächstes Praxisseminar. Habe mich diesmal für eine älteres Medium entschieden: Fotografie. Menschenbilder und Posen – kurz Porträts – werden das Thema sind. Gibt einen guten Anlass, einen Klassiker der Porträtfotografie zu erwähnen. Richard Avedon. Er hat seinen Vater porträtiert und selbstverständlich sind diese intimen Aufnahmen grossartig.

Titel: Jacob Israel Avedon, Sarasota, Florida, December 19, 1972 //

Richard Avedon - Jacob Israel Avedon, Sarasota, Florida, December 19, 1972

Home von Richard Avedon via Conscientious

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Habe eben bei den Kollegen in Aarau einen interessanten Artikel von Stefan Heidenreich zum Thema Medienkunst gefunden, der vordem in der Frankfurter Allgemeine erschienen ist. Provozierend genug für Medienschaffende dürfte allein der Titel des Textes sein: “Medienkunst gibt es nicht”. Kann man sich durchlesen und mit genug Ruhe auch mal durchdenken. Allein der Schluss kommt mir nicht so schnell über die Lippen wie dem Autor. So mein erstes Gefühl: auch wenn streng genommen alles richtig scheint – dass Medien im engeren Sinne nichts sind, auf was sich Künstler explizit beschränken sollen bzw. auf einige jeweils davon – könnte man dennoch fragen, in welchen Momenten es immer noch lohnend wäre, ein Betätigungsfeld von Künstlern zu benennen, dass sich zum Beispiel von Malerei, Illustration oder Film unterscheidet. Was wenn die massenmediale Verbreitung eines Kunstwerkes Inhalt und vor allem Motiv (man könnte auch sagen Sujet) für Künstler ist. Also Kunst, die sich explizit auf jene Wege der Verbreitung und/oder Diskussion bewegt, die Malerei (zum Beispiel) nicht gehen kann. Da fällt mir dann doch noch und immer wieder der Walter Benjamin ein, der durchaus richtig bemerkte, warum und wie sich Film von Malerie unterscheidet. Und das vor allem das mediale Andere daran das jeweils Entscheidende war. – Lange Vorrede – ich denke, es ist sicher an der Zeit – der Kunst mit und durch Medien einige explizite Fragen zu stellen – ihr jede Form berechtigter Unterscheidungsmerkmale abzusprechen, hört sich etwas übertrieben an.

zum gesamten Artikel

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