Tracey Moffat in Bunt

By in Film, fotografie, kunst on 2. Dezember 2007

Tracey Moffat - SelbstproträtFotografin und Filmemacherin. Einige biografische Eckdaten umreissen die inhaltlichen Arbeitsfelder, auf denen Tracey Moffat agiert. 1960 in Brisbane/ geboren, als Halbaborigine wird sie ihren Eltern zur erzieherischen Zwecken entrissen, ein Kind des Farbfernsehen. – In ihre Arbeiten fallen Erfahrungen mythischer Erzählungen und die ästhetische Welt amerikanischen Trash-Fernsehen zusammen. Das zeigt sich nicht allein an einer oppulenten, farbenprächtigen – fast grellen – Bildsprache. Ihre Inhalte bewegen sich zwischen den klassischen Polen von Sexualität und Macht, Geburt und Tod, Träumen und Sehnsüchten in einer von Konsum geprägten Welt. – Sie bearbeitet scheinbar spielerisch die Zwischenräume zwischen Realem und Surrealem, zwischen Traum und Wirklichkeit.
Populär wurden ihre Arbeiten ausserhalb Australiens durch den Night Cries, A Rural Tragedy, 1989 – der auf den Internationalen Filmfestspielen in Cannesvon ihr gezeigt wurde.

Tracey Moffatt - Stills from Night Cries: A Rural Tragedy, 1989 - a 17-minute 35 mm

Sie gilt zu Recht als eine der Repräsentatinnen der Australischen Avantgarde und ich sehe deutliche – inhaltliche – Anknüpfungen zwischen ihren Arbeiten und jenen von Candice Breitz, deren Auseinandersetzung mit gestalterischen Stereotypen abendländischer Schauspielkunst mir sehr gefallen.

Mir persönlich gefällt die Idee, die hinter dem Projekt Fourth (2001) steht – und deren Umsetzung. Die Tragik derjenigen, die knapp am Thron der Sieger vorbeischrammen. Die Vierten. Ihnen hat Moffat eine fotografische Serie gewidmet – Anlass waren die Olympischen Spiele in Sydney. Mehr Fotos der Serie / Hintergrundtext zum Projekt.

Tracey Moffatt - Fourth #18, 2001

Übersicht über ihre Arbeiten / Tracey Moffat bei Wikipedia (engl.) /

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