Date Painting, (Today-Serie, 1976), via Kunstverein BS.

Die Themen des japanischen Konzeptkünstlers On Kawara: Zeit, Zeitlichkeit und die Transformation zeitlich bestimmter, biografischer Einschnitte in Kunst. Dabei symbolisiert sein Werk die völlige Reduktion auf durch die Persönlichkeit definierte Zeitpunkte, symbolisiert im Datum. Einer Reise, einer Begegnung eines Ereignisses.

Sein erstes Date Painting erstellte er am 4. Januar 1966. Die unbegrenzte Serie Today umfasst heute 1900 Einzelbilder, die nichts anderes als ein Datum auf meist dunklem (manchmal rotem oder blauen) Grund festhalten. Jedes Bild wird in eine eigens dafür erstellte Schachtel verpackt, in der auch Zeitungsausschnitte desselben Tages hineingelegt werden. Eine seiner Werkregeln sieht vor, dass ein Bild zerstört wird, wenn der Künstler es nicht schafft, es an dem Tage fertigzustellen, den das aufgemalte Datum bezeichnet. Konsequenz.

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Aby Warburg – ein Gelehrter, der nie ein Buch schrieb und auch keinen Lehrstuhl innehatte. Ist ja schon mal grundsätzlich sympathisch. Einige biografische Eckdaten: geb. 1866, aus bürgerlich, jüdischer Kaufmannsfamilie, konservative Erziehung, starb 1929 in Hamburg. Bekannt von ihm dürfte sein Vortrag “Schlangenritual” über die Pueblo-Indiander in New Mexiko sein. Ausserdem hat er eine irrsinnig umfassende Sammlung über Sternenkunde angelegt. Vieles von ihm ist fragmentarisch und mutet an wie Schnipsel über die Gedanken und Ordnungssysteme eines Menschen, der unglaublich viel wissen wollte. Seine kompletten Sammlungen wurden im Warburg Institute in London zusammengetragen.

Warburg Institute

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Unterkühlte Fotografie, der man die Distanz zu den Obejekten anmerkt, ohne desinterssiert zu sein.

Foto Patricia Neligan – 02 aus vorübergehend // ihre homepage.

Patricia Neligan

wieder mal via Conscientious.

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Lange habe ich hier nicht Coscientious zitiert. Heute hat mich dieser interessierte Mensch auf Jan Fassbender gebracht. Einem deutschen Fotografen, der sich jener Landschaften annimmt, in die Menschen deutlich eingegriffen haben. Wie sie sich verändern, hat er festgehalten. Wie sich dann wohl auch die Menschen in diesen Landschaften verändern, darf hinzugefügt werden.

“Die Zivilisation wird hier auf ihre Spuren reduziert, die sie in der Natulandschaft hinterlässt. Verschiedenartige Eingriffe in unterschiedlichen topografischen Begebenheiten dienen als Grundgerüst, um ein Gefühl, eine Stimmung zu transportieren.”

Home Jan Fassbender // via Conscientious

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Office2000. Sowas liest sich fast synonym. So als würden in genau diesen Bürohäusern Menschen sitzen, die den lieben langen Tag vor Monitoren sitzen, die jene millionenfach installierte Bürosoftware ausgeben. Welch schöne Eintracht von Form und Inhalt.

Der Schweizer und Wahlkanadier Thomas Kneubühler hat eine Zeitlang Bürohäuser aufgenommen oder Angestellte von Wachschutzfirmen oder Leute, die vor den Monitoren beschäftigt sind.

Foto Thomas Kneubühler – De la série ‘Office 2000′ / via ProjexMtl, Art comtemporain, Montreal

Thomas Kneubuehler - De la serie Office 2000

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